Kein Stich für Insekten

Sommerzeit ist auch Insektenzeit. Was munter kräucht und fleucht kann allerdings sehr unangenehm für ihren Hund werden. Gerade Bienen- und Wespenstiche können schmerzhaft und sogar lebensbedrohlich sein. Sie können jedoch Ihren Vierbeiner schützen und im Notfall erste Hilfe leisten.
Gefahrenquellen

Bienen und Wespen stechen nur dann, wenn Sie sich bedroht fühlen. Ein stöbernder oder nach den Insekten schnappender Hund kann eine derartige Verteidigungsreaktion auslösen. Deshalb sollten Sie Ihrem Hund schon im Welpenalter beibringen, niemals nach Insekten zu schnappen. Dazu zählen auch Fliegen. Zwar sind diese ungefährlich, Ihr Hund wird jedoch nicht zwischen gefährlichen und ungefährlichen Insekten unterscheiden können.

Vorsicht ist auch in der Nähe von Obstbäumen und Blumenbeeten geboten. Reife Früchte und Blüten locken Wespen und Bienen an.

Bitte kontrollieren Sie auch den Futternapf, besonders dann, wenn Sie Ihren Hund draußen füttern.
Abfallbehälter im Freien oder unachtsam weggeworfene Getränke- und Lebensmittelverpackungen sind ein gefundenes Fressen für Bienen und Wespen. Ein neugieriger Hund kann sich hier Stiche einfangen.

Erste Hilfe

Ist Ihr Hund gestochen worden, wird er Schmerzreaktionen zeigen. Zum Beispiel aufjaulen und heftiges belecken und benagen des Stiches. In diesem Fall müssen Sie schnell handeln. Kommen Sie Ihrem Hund zuvor, bevor er das Insekt verschluckt. Wespen sind in der Lage mehrmals zuzustechen. Sie können beim Verschlucken weiteren Schaden anrichten. Bienen stechen in der Regel nur einmal zu. Ihr Hinterleib bleibt stecken und reißt vom restlichen Körper ab. Die Biene stirbt. Die im Hinterleib befindlichen Drüsen pumpen jedoch weiter das Gift in die Stichwunde. Entfernen Sie den Stachel schnell (idealer Weise mit einer Pinzette), damit ihn der Hund nicht verschluckt.
Nach dem Sie den Stachel oder das Insekt entfernt haben, kühlen Sie bitte die Stichstelle. Das reduziert den Schmerz und die Schwellung. Sie können zum Kühlen Eis, Kältekompressen oder Wasser bzw. feuchte Umschläge nehmen. In der freien Natur kann auch ein kühles Bad Linderung verschaffen.

In den meisten Fällen ist damit die Angelegenheit erledigt. Leckt sich Ihr Hund die Stichwunde permanent, so legen Sie einen Verband an oder ziehen Sie ihm ein T-Shirt über. Das Lecken stört den Heilprozess und kann zu Ekzemen führen.

Lebensgefährlich wird ein Insektenstich im Rachen. Durch das Gift schwellen die Schleimhäute an und blockieren die Atemwege. Ihr Hund droht zu ersticken.
In der Regel werden Sie den Stachel oder das Insekt nicht entfernen können. Hier hilft nur intensives Kühlen der Halspartie von außen. Eventuell nimmt Ihr Hund auch (Speise-)Eis oder Wasser. Sie dürfen es ihm aber auf keinen Fall gewaltsam einflößen, da er sich verschlucken kann und somit noch größere Atemnot bekommt.
Suchen Sie schnellstmöglich den nächsten Tierarzt auf. Bitte rufen Sie vorher an.

Ähnlich problematisch kann eine allergische Reaktion auf den Stich werden. Hier kann es zu Atemnot, Schock, Bewusstlosigkeit und Hautirritationen kommen. Auch in diesem Fall gilt es, sofort den nächsten Tierarzt aufzusuchen. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, vorher bei lebensgefährlichen Reaktionen, wie Schock, Atemnot oder Bewusstlosigkeit entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.


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