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Thema: Welpengruppen pro und contra

  1. #1
    I ♥ Black Dogs Avatar von vovve
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    Standard Welpengruppen pro und contra


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    Als ich vor über 20 Jahren meinen damals 7-wöchigen Spikey bekam, war ich froh, dass es in Wien die erste "Welpenprägungsgruppe" gab. Wir, 6 Hunde und ihre Menschen, trafen uns jeden Samstag für ca. 3 Stunden. Die Welpen wurden mit allen möglichen Dingen konfrontiert, was heute überall Standard ist, damals aber noch Neuland war, von Geräuschen und unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten über "unheimliche" Gestalten bis zu ersten Ausbildungsschritten und Spielsequenzen. Ein Gutteil der Zeit war aber dem gemeinsamen Ruhen der Welpen gewidmet - und unserer Ausbildung. Die Gruppe wurde von 2 Biologen geleitet, die uns mit allen Aspekten des Wesens Hund und der Art, wie er lernt, bekanntmachten. Heute klingt das vielleicht schon seltsam, aber damals hießen die Hundeschulen "Abrichteplätze", man sah vorwiegend Männer mit ihren Schäferhunden, Dobermännern und Rottweilern. Der Ton war mehr als rauh und mehr als laut. Das krasse Gegenteil zu unserer Welpengruppe.

    Auch später waren meine Hunde in Welpengruppen, obwohl sie immer im Rudel lebten. Das positive Erlebnis von damals hat bei mir lange nachgewirkt.

    Tamu ist der erste Hund, den ich ganz bewusst nicht in eine Welpengruppe gab. Zum einen habe ich hier ein Rudel, in dem er die hündische Kommunikation lernte. Zum anderen mache ich mit ihm, seit er 10 Wochen alt ist, Dummytraining. Natürlich immer seinem Alter angepasst, anfangs war das nur spielerisches Apportieren und das Rauskitzeln des Bringtriebs, den er damals nicht sehr gezeigt hat. Da wäre mir eine Welpengruppe im Weg gestanden, denn Tamu ist auf die Pfeifsignale konditioniert, die ich dort z.B. nicht verwenden könnte.

    Vor allem aber habe ich einen Bogen um die Welpengruppe gemacht, weil ich Tamu sehr stark auf mich prägen wollte. Spaß und abenteuerliche "Arbeit" gibt's bei mir und Punkt. Mittlerweile gehört auch das Spiel mit Consti für ihn dazu, aber auch das unter sehr kontrollierten und auch beschränkenden Rahmenbedingungen.

    Heute gibt es ja überall Welpengruppen, die von der Qualität aber oft Tag und Nacht sind. Ein Ersthundebesitzer wird sich da öfter sehr schwer tun, zu beurteilen, welche Gruppe sinnvoll und gut arbeitet. Viele Menschen wünschen sich einfach fröhliche Hunde, die herumtollen und miteinander "spielen" können. Also geben sie ahnungslos ihren jungen Hund gerne auch in falsche Hände, solange viel Tralala vorkommt.

    Gegen eine gut geführte Welpengruppe spricht nichts, vor allem dann nicht, wenn man einen Einzelhund hat. Aber man sollte sich klar sein, dass man da in einer ganz wichtigen Prägungsphase ohne Not darauf verzichtet, dass sich der eben erst angekommene Welpe an seinem Menschen orientiert.

    In so mancher eigentlich positiven Welpengruppe laufen dennoch wichtige Dinge falsch. Hier in der Nähe gibt es eine, die völlig okay ist - aber die die kleinen Welpen lustig hinter fliegenden Blättern herlaufen lässt. Bei mir gibt's das absolut nicht! Ich will doch nicht den Jagdtrieb befeuern... Und so gibt's viele Beispiele.

    Zum Glück hat sich in den über 20 Jahren, seit ich Hunde halte, in der Ausbildung wirklich sehr viel verändert. Und einen ganz wesentlichen Anstoß gaben dafür damals jene Handvoll an Trainern, die die herkömmlichen "Abrichte- und Dressiermethoden" abgelehnt haben und Welpenprägungsgruppen etabliert haben.

    Wie sind eure Erfahrungen mit Welpengruppen?
    Imma mit Boffle, Lilli, Consti & Tamu

    Spikey, Lümmi, Quira und Woody kuscheln ganz tief in meinem Herzen

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von nicki
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Hallo Imma,meine Erfahrung ist nicht gut. George ist mit 12 Wochen aus der Welpengruppe geflogen weil er einen Dackel über den Haufen gerannt hat...nicht böswillig aber er ist halt n Labbi und ihn trennten ca. 6 kg von dem Dackelwelpen......Seitdem war ich nicht mehr hin.

    Liebe Grüße von Nicole mit Georg und Hannes

    und unser Maxi für immer im

  3. #3
    I ♥ Black Dogs Avatar von vovve
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von nicki Beitrag anzeigen
    Hallo Imma,meine Erfahrung ist nicht gut. George ist mit 12 Wochen aus der Welpengruppe geflogen weil er einen Dackel über den Haufen gerannt hat...nicht böswillig aber er ist halt n Labbi und ihn trennten ca. 6 kg von dem Dackelwelpen......Seitdem war ich nicht mehr hin.
    Das ist keine gute Erfahrung - für beide Hunde. Auch so ein Problem, das oft vorkommt: Gruppen werden bunt gemixt, schwere und leichte Hunde, wilde und eher lahme, alle sollen zusammen "spielen" und manchmal es sich sogar "untereinander ausmachen". Da wäre ich auch nimmer hingegangen, Nicole!
    Imma mit Boffle, Lilli, Consti & Tamu

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  4. #4
    Team- Mitglied Avatar von schrecker82
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Also Gordon hat nie ne Welpengruppe oder Hundeschule zu Gesicht bekommen...Mit Connor war ich zweimal bei ner Freundin in der Welpengruppe und dawar dasauch richtig gut (waren aber 50 km einfache Fahrt - die ich an dem Tag schonmal hinter mir hatte, weil es direkt bei mir auf der Arbeit um die Ecke war).

    Mit Janko war ich dann auf dem HuPla in der Welpengruppe, wo ich mit Connor Sport gemacht hatte. Es war gut für mich, unter Leute kommen, bei meinen Freunden sein. Aber gebraucht hätte er das auch nicht wirklich...mehr ein "Wir tratschen, bekommen ein wenig was erzählt und die Hunde fallen übereinander her - am besten war der bereits 6 Monate alte Dalmi,der immernoch in der Gruppe herumwuselte...Von klein bis groß, alles auf einem Platz.

    Jetzt auf dem HuPla,wo ich trainiere, da haben wir auch eine "Welpengruppe". Allerdings legen wir Wert auf Bindung, der Besitzer soll das tollste für den Hund sein. Hilfestellungen für Fragen des Alltags, gesundheitliche Fragen und und. Also eigentlich ist es mehr für die Menschen, als für die Hunde Wobei die auch ihren Spaß haben. Wir gucken ganz genau,wer mit wem kann (meist sind es auch nicht mehr als 3 Hunde...) und wenn die Größenverhältnisse so gar nicht passen,dann dürfen die Herrschaften mit Gordon vorlieb nehmen. Wer schon früh weiß "Ich will mal mit dem Hund ne Prüfungen laufen, BH oder sonstwas" - der bekommt dann auch schon früh die Grundsätze gezeigt (die anderen auch, aber eben auf "Hausgebrauch" getrimmt) und erklärt, warum wir vielleicht die ein oder andere Übung anders machen etc.


    Ich finde es gerade für "blutige Anfänger" nicht schlecht - aber es ist halt auch nicht einfach "das Richtige" zu finden (wobei,was ist richtig, was ist falsche? Eine gut gefürhte Spielgruppe muss nicht schlecht sein...es kommt halt auch drauf an, was der Besitzer sich erhofft von dem Ganzen).

    Ich würde mit meinem nächsten Hund eine solche Gruppe nicht besuchen, ganz einfach aus den von Imma genannten Gründen: es würde sich mit meiner "Arbeit" beißen. Und zum "Spielen", "Kontakte pflegen" "anderes kennenlernen" da haben wir genug Hundefreunde (hat bei Gordon ja auch geklappt,ich glaub bissl "sozial" isser geworden *g*)

  5. #5
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von vovve Beitrag anzeigen

    Vor allem aber habe ich einen Bogen um die Welpengruppe gemacht, weil ich Tamu sehr stark auf mich prägen wollte. Spaß und abenteuerliche "Arbeit" gibt's bei mir und Punkt.
    Aber man sollte sich klar sein, dass man da in einer ganz wichtigen Prägungsphase ohne Not darauf verzichtet, dass sich der eben erst angekommene Welpe an seinem Menschen orientiert.

    Wie sind eure Erfahrungen mit Welpengruppen?
    Hallo Imma,
    ich hoffe daß ich dir mit dem was ich jetzt schreibe nicht auf die Füße trete aber es sind meine Erfahrungen.

    Ich denke in keiner Weise daß eine Welpengruppe, in der auch gelernt wird, oder sogar eine Welpengruppe in der nur gespielt wird, einer Bindung oder Prägung des Junghundes an bzw. auf seinen Menschen im Wege steht.

    Sicher ist jeder Hund anders, aber ich denke daß die Bindung und Prägung nicht davon abhängig ist wieviel Spaß ein Welpe mit anderen Hunden hat.

    Anders sieht es aus, wenn ein Welpe viel Spaß mit einem anderen Menschen hat, dann kann es sehr gut möglich sein, daß er auf diesen anderen Menschen geprägt wird.

    Ich sehe den Unterschied so:
    mit Artgenossen spielen ist eine ganz andere Schiene, es sind eben Artgenossen. Und der Mensch ist derjenige , der den Welpen gut durchs Leben führt, zu dem man aufschaut, wenn er es richtig macht. Denn dieser Mensch gibt Sicherheit, das tun die Welpen in einer Welpengruppe nicht. Sie sind Spiefreunde, mit denen man im Spiel alle Situationen, die im Leben mal auftreten könnten, spielerisch durchspielt. Man probt auch den Ernstfall usw.
    Da halte ich für sehr wichtig. Und das geht am besten mit ungefähr gleich alten Welpen.
    Mit einem erwachsenen Hund kann ein Welpe das nicht so durchspielen, nicht so gut.
    Von einem erwachsenen Hund lernt der Welpe wieder anderes.
    Ich halte es für sehr wichtig daß ein Welpe viel Kontakt zu Welpen und Spiel hat, aber auch zu erwachsenen Hunden und auch zu den unterschiedlichsten Rassen.

    Weil mir immer ein gut sozialisierte Hund das Wichtigste war und ist.

    Für den Hund, auch für einen Welpen hat der Mensch eine ganz andere Stellung in seinem Leben. Der Mensch ist kein Artgenosse und der Welpe wird zu einem Menschen immer eine ganz andere Beziehung haben als zu Artgenossen.
    Ein Hund hat in der Haustierwerdung gerlent und verinnerlicht, daß er dem Menschen folgt und wenn er ihn gut führt, ihm auch Folge leistet und noch viel mehr.
    Wichtig ist bei einem Welpen, daß er zu seinem Menschen oder auch seinen Menschen kommt, damit er weiß welcher Mensch jetzt derjenige ist, dem er folgen wird.
    Wenn da andere , fremde Menschen zu vieleSchöne dinge mit ihm machen, dann wird er evtl. ein Allerweltshund, der jedem folgt , der nett ist.

    Meine Beispiele, wie wenig gutes Spiel mit anderen Hunden hinderlich an einer Bindung oder Prägung auf seinen Menschen ist:
    mit all meinen Hunden , die ich noch in Berlin hatte, bin täglich ! ins Hundeauslaufgebiet, wo sie mit anderen Hunden spielen konnte und eben auch sozialisiert wurden.
    Alle meine Hunde hatten eine tiefe Bindung an mich, jederzeit konnte ich sie abrufen, was manchmal gar nicht nötig war, wenn ich mich nur entfernte.
    Sogar den unkastrierten Rüden konnte ich von läufigen Hündinnen abrufen, einfach so.
    Und Jimmy.....mit ihm bin ich jede Woche zur Welpengruppe....und er konnte im schönsten Spiel sein, sobald ich mich etwas entfernte war er sofort bei und die anderen Welpen waren ihm völlig egal.

    Ich will damit sagen daß es völlig egal ist ob der Hund in einer Welpengruppe spielt oder nicht, entweder hat er eine Bindung oder nicht, völlig unabhängig wieviel Spaß er mit anderen Hunden hat.

    Und ich bin absolut für gute Welpengruppen.

    Das einzige Problem was oft auftaucht, wenn er kein Welpe mehr ist, dann gibt es keine Spielstunde mehr und mit diesem plötzlichen Verlust muß er dann fertig werden. Da heisst es eben andere Spielgefährten finden.

    Grüßel Marion

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Semmellabbi
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Mir war auch der sozial Kontakt zu anderen Hunden wichtig, trotz Welpenstunden ist mein Hund auf mich fixiert so das er leider bei niemanden bleibt und auch mit jemanden anders nicht Gassi gehen mag.Ein Problem wenn man krank wird.
    Liebe Grüße von
    Chrissi und Timmy


    .

  7. #7
    Kampflabi-Mix-Bespaßerin Avatar von Bonny und Frieda
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Bonny und Frieda waren in keiner Welpeng ruppe. Frieda kam mit 20 Wochen in die Hundegruppe, sie war die jüngste. Für sie war es gut, mit anderen Hunden zusammen zu sein.

    Beppo war anderthalb, als er bei uns einzog, da hatte sich das Thema von selbst erledigt!

    Lukas ging gemeinsam mit Frieda in die Hundegruppe, zu der Zeit waren zwei weitere Welpen in der Gruppe. Wir haben dann die Gruppe geteilt, und die Welpen durften spielen und toben. Mit von der Partie war immer ein souveräner erwachsener Rüde, der auch auf Hundeart einschritt, wenn die Lütten es zu doll trieben. Er war zeitgenauer und effektiver, als wir es je gewesen wären. Das war schon klasse.

    Die Sache mit den Welpengruppe sehe ähnlich wie Marion. Ich baue vom Einzugstag meines Hundes die Bindung auf und umgekehrt. Doch letztlich bin ich ein Mensch und kein Artgenosse, und der Kontakt zu Artgenossen ist sehr wichtig. Die Bindung zu mir/uns hat darunter nie gelitten.
    Liebe Grüße
    Jutta


    Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht. (Claude Chabrol)


  8. #8
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Unsere Erfahrung in einer Welpengruppe war auch nicht prickelnd, so dass wir nach der ersten Stunde wieder gegangen sind und dann in eine Hundegruppe, in der Finja die jüngste war.

    In der Welpengruppe waren z. B. noch zwei inzwischen 6 Monate alte Hunde, die wegen der bevorstehenden Winterpause bleiben durften. Ein Riesenschnauzer und ein Bernhardiner, die alles niedergemäht haben. Finja hat sich keinen Schritt weg getraut.

    In der Hundegruppe ging es in erster Linie um das Lernen und je nach Situation durften sie nach Ende der Stunde noch kurz über den Platz düsen.
    Herzliche Grüße
    Monika mit Hund Finja
    .

  9. #9
    I ♥ Black Dogs Avatar von vovve
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von MarionB Beitrag anzeigen
    Hallo Imma,
    ich hoffe daß ich dir mit dem was ich jetzt schreibe nicht auf die Füße trete aber es sind meine Erfahrungen.
    Diskussion ist immer gut, ebenso wie verschiedene Meinungen. Daher schon mal dickes Danke für deinen ausführlichen Beitrag, Marion!

    Zitat Zitat von MarionB Beitrag anzeigen
    Sicher ist jeder Hund anders, aber ich denke daß die Bindung und Prägung nicht davon abhängig ist wieviel Spaß ein Welpe mit anderen Hunden hat.
    Bindung und Prägung unterscheide ich sehr stark. Bindung ist für mich die emotionale Verbundenheit zwischen Hund und Mensch. Um die mache ich mir bei keinem meiner Hunde die geringste Sorge, das passt wunderbar. Prägung dagegen ist eine Form des Lernens, wo der junge Hund Verhaltensformen tief in sich aufnimmt.
    Und genau das mache ich lieber selbst und überlasse es nicht mit ihm Gleichaltrigen. Tamu sollte auch nicht mit einer Flut an Reizen konfrontiert werden, sondern sehr behutsam und langsam herangeführt werden an das, was für unsere gemeinsame Arbeit wichtig ist. Für die sozialen hundlichen Umgangsformen hat er hier drei andere Wuffls, die ihm die innerartliche Kommunikation perfekt beigebracht haben.
    Geändert von vovve (11.01.2018 um 10:39 Uhr)
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  10. #10
    I ♥ Black Dogs Avatar von vovve
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von Semmellabbi Beitrag anzeigen
    Mir war auch der sozial Kontakt zu anderen Hunden wichtig, trotz Welpenstunden ist mein Hund auf mich fixiert so das er leider bei niemanden bleibt und auch mit jemanden anders nicht Gassi gehen mag.Ein Problem wenn man krank wird.
    Sowas würde ich absolut nicht wollen. Meine Hunde bleiben selbstverständlich bei anderen Menschen und gehen auch mit anderen Gassi.
    Imma mit Boffle, Lilli, Consti & Tamu

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  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Cloude
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Also ich weiss schon jetzt daß ich bei meinem nächsten Welpen nicht in eine Welpengruppe gehen werde.

    Einfach weil ich mir genug Wissen zutraue und weil ich auch denke dass gute Welpengruppen nicht einfach zu finden sind. Mit gut meine ich daß auf die Bedürfnisse jedes Hundes (Rasse, Größe etc) eingegangen werden kann und das gestaltet sich bei mehreren Hunden oft schwierig.

    Und mal ehrlich, was lernt der Hund in einer Welpenstunde? Daß andere Hunde klasse sind und ich glaube, je nach Hund, daß es schon die ein oder anderen Kandidaten gibt, die durchaus dadurch andere Hunde viel cooler und interessanter finden, als ihren Besitzer.

    Ansonsten find ich es schöner mit meinem Hund zusammen die Welt zu erkunden, durch den Wald zu streifen, ihm Umweltreize mit MIR an seiner Seite auszusetzen und für soziale Kontakte gibt es Hundewiesen etc.

    Für absolute Neuhundebesitzer mag da einiges hilfreich sein, sicher, aber für hundeerfahrene Menschen denke ich nicht das es sinnvoll ist.
    Liebe Grüsse,
    Claudia mit Paula (mit Lenny & Atze im Herzen)

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Cloude
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Was ich noch vergaß, man muss auch unterscheiden, woher der Welpe stammt und wie alt er ist. Nicht alle Hunde kommen von einem guten Züchter und werden direkt vermittelt. Paula z.B. kam mit ca. 12 Wochen zu uns, nicht vom Züchter sondern aus dem Tierschutz, die hatte null Interesse an Menschen. War super selbstständig und ich weiss noch dass meine Nachbarin, welche seit Jahren Golden züchtet, total verblüfft war weil Paula so gar nicht menschenbezogen war. Sie kannte es halt nicht, sie war nicht so ein kuscheliger Retriever der seinem Besitzer hinterher tappst. Und für Paula war die Welpenstunde Fun pur, für mich leider nicht. Für uns bedeutete es ein Stück mehr Arbeit für und beide um die Bindung zu bekommen die nötig war.
    Liebe Grüsse,
    Claudia mit Paula (mit Lenny & Atze im Herzen)

  13. #13
    lebt im Outback Avatar von JKM + Joschi
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Unser Josch war 1999 unser erster Hund mit dem wir einen Trainer besuchten.
    Wir haben mit einer Retriever Welpengruppe 1 x wöchentlich angefangen und etwas mehr als Jahr besucht und trainiert. Das war unserer Meinung nach optimal.

    Zus. sind wir noch an einem Tag zur Hundeschule, wohl eher um das Sozialverhalten mit anderen Hunderassen zu erlernen und umzusetzen.

    Obwohl die Welpen mehr oder weniger gleich alt waren, allerdings waren vom Kleinsthund bis zum Berner alle Rassen in der Gruppevertreten, war es kein entspanntes Training und Spielen. Nach einigen Wochen haben wir es deshalb auch beendet.
    Zudem hatten Josch und Bogy sich täglich als fast gleichaltrige Hundekumpel, konnte spielen, raufen und mehr voneinander lernen.

    Post 307 von Nicole
    Marina ich führe ja selbst Welpengruppen aber ich habe Aris nie zu einer mitgenommen.. Und weißt du warum nicht? Weil ich genau das vermeiden wollte.. Andere Hunde sind interessanter als ich. Was lernt ein Hund wenn er auf den Hundeplatz kommt und darf mit den anderen toben? Alles ist intressanter als Mutti[IMG]file:///C:\Users\Kamune\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image001.gif[/IMG]
    Aris finde andere Hunde völlig unspektakulär, er läuft noch nicht mal hin. Die sind nicht so intressant wie Frauchen.. Und genau das erreicht man wenn man nicht zu Welpenspielstunden geht.
    Ich hab Aris nur mit älteren souveränen Hunden zusammen gebracht, da hat er alles gelernt was er lernen mußte.. Von anderen Welpen lernt er nichts. Und das Spiel mit älteren Hunden ist zudem auch viel schonender.
    Auch heute lasse ich ihn ausschließlich mit älteren Hunden spielen, und er ist äußerst sozial und ich kann überall ohne Leinen mit ihm laufen ohne Angst zu haben er läuft zu anderen Hunden hin, einfach weil er es nicht kennt
    und
    Post 309 von Goldibiene
    Genau so ist es.
    Oder hast Du das kochen im Kindergarten von den anderen Kindern gelernt? Das hat Dir bestimmt Deine Mutter, Großmutter oder ein anderer Erwachsener beigebracht.
    Die Beiträge sind aus dem Thread
    Quelle:
    http://www.retriever-pfotenfreunde.d...-Knabe/page16+ 309



    Die o. a. Gedanken und Argumente kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Mit diesen Argumenten würde ich künftig wohl eher auf eine reine Welpengruppe verzichten, die sich aus den unterschiedlichen Rasen bzw. Größen der Welpen zusammensetzt.

    Welpen lernen eher und mehr von erwachsen Hunden, auch vom evtl. vorhandenen Zweithund, das ist mittlerweile meine Meinung.

    Mit unseren älteren Tierschutzhunden haben wir allerdings in Welpengruppen angefangen und sind erst nach vielen Wochen in andere, gemischte Gruppen gewechselt. Anders wäre es eher kontraproduktiv gewesen.
    Kaethe mit AMY Hu und Cailin
    unser Trio, Josch, Bogy u. Leavy unvergessen

    10 Jahre Retriever-Netzwerk


  14. #14
    Super-Moderator Avatar von fine
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Ich lese hier sehr interessiert mit, Saskia steht nämlich gerade vor der Entscheidung ob Welpengruppe oder nicht.

    Die beiden Großen haben kein Interesse an Anton, der nervt die zwei einfach nur. Wir trennen sie mit Rücksicht auf die alten Hunde sehr viel, ich überlege wirklich, ob der Kleine nicht so viele Hunde wie möglich kennenlernen sollte. Da er sehr klein ist, kann und will ich ihn nicht mit jedem Hund draußen zusammenbringen, da ist schnell mal was kaputt. Wäre nicht eine Welpengruppe in dem Fall sinnvoll? (Vorausgesetzt, da sind nur sehr junge Hunde/kleine Hunde drin und ein Trainer schaut drüber - hier gibt es so ein Angebot, pro Trainer nur 3 Hunde in der Gruppe).

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Cloude
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von fine Beitrag anzeigen
    Ich lese hier sehr interessiert mit, Saskia steht nämlich gerade vor der Entscheidung ob Welpengruppe oder nicht.

    Die beiden Großen haben kein Interesse an Anton, der nervt die zwei einfach nur. Wir trennen sie mit Rücksicht auf die alten Hunde sehr viel, ich überlege wirklich, ob der Kleine nicht so viele Hunde wie möglich kennenlernen sollte. Da er sehr klein ist, kann und will ich ihn nicht mit jedem Hund draußen zusammenbringen, da ist schnell mal was kaputt. Wäre nicht eine Welpengruppe in dem Fall sinnvoll? (Vorausgesetzt, da sind nur sehr junge Hunde/kleine Hunde drin und ein Trainer schaut drüber - hier gibt es so ein Angebot, pro Trainer nur 3 Hunde in der Gruppe).
    Hat Saskia denn Hundererfahrung? Ansonsten denke ich 3 Hunde pro Trainer schein doch gut zu sein. Und wenn es dann nur kleine Hunde sind, warum nicht?
    Liebe Grüsse,
    Claudia mit Paula (mit Lenny & Atze im Herzen)

  16. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von Finn16
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Ich hatte mir einige Gruppen bevor Cooper hier einzog erstmal angesehen und die meisten haben mir nicht zugesagt. Wildes toben ob gross oder klein ob hinterher jagen oder sogar schon aufreiten. Bei den meisten wurde sich das alles nur angesehen und mit irgendwelchen Sprüchen kommentiert alle standen drum herum die hatten ihren Spaß daran. Haben dann aber doch was gefunden beim GRC wurde garnicht gespielt. Und in der anderen wurde nach der Stunde für 10 Minuten gespielt und die Hunde wurden nach ungefährer Grösse sortiert. Es war immer ein Trainer mit anwesend und auch mal eine ältere Hündin die dann mit eingriff. Ich finde dosiertes Spiel ganz gut aber reine Welpenspielgruppen wären nichts für mich.
    Viele Grüße Kerstin mit Cooper und Finn

  17. #17
    Chaotenhunddomteuse Avatar von hopsi1981
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Alfred war bei uns in der Welpengruppe auf dem Hundeplatz vielleicht 2-3 mal. Ich habe schnell gemerkt, dass ihm ein größerer Trupp aus gleichaltrigen Welpen nicht behagt. Also hab ich ihn aus der Gruppe raus genommen. Dafür habe ich viel Unverständnis geerntet von den anderen. ABER mir war ein gleichaltriger Spielkumpel lieber, mit dem er schön tobte, als alle auf einem Haufen und er fühlt sich nicht wohl. Also waren er und ein weiterer Welpe in unserer gemischten Agi-Gruppe (Rüden und Hündinnen inkl. meinem 10-jährigen Spike und allen Alters). Dort habe ich gesehen, dass die Welpen viel mehr lernten als in der Welpengruppe. Sie schauten sich von den Großen Gehorsam ab, lernten, wie man auch mal warten muss, wenn andere dran sind, die zwei Kleinen spielten in den Trainingspausen und wenn auch die Großen nach dem Training im Freilauf waren, haben sie gelernt, wann man einem erwachsenen Hund besser nicht auf den Keks geht. Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
    Letztendlich ist es sicher auch vom Hund abhängig. Wäre ich mit Alfred länger in die Welpengruppe gegangen, hätte ich heute einen total eingeschüchterten Hund, der evtl. eine Aggression gegen andere entwickelt hätte. Heute ist er generell erstmal freundlich zu jederhund und mag einer seine Anwesenheit nicht und zeigt das, dann trollt sich Alfred und geht lieber zu Frauchen/Herrchen oder Spike. Gute Sozialverträglichkeit war mir von Anfang an wichtig, jedoch muss er nicht mit jedem spielen.
    Geändert von hopsi1981 (11.01.2018 um 13:50 Uhr)


  18. #18
    Super-Moderator Avatar von fine
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Zitat Zitat von Cloude Beitrag anzeigen
    Hat Saskia denn Hundererfahrung? Ansonsten denke ich 3 Hunde pro Trainer schein doch gut zu sein. Und wenn es dann nur kleine Hunde sind, warum nicht?
    Sie hat Erfahrung mit unseren beiden, aber das war natürlich alles meine Verantwortung. Für mich klingt das auch ganz gut mit den 3 Hunden.

  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von Finn16
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra

    Drei Hunde finde ich echt gut so bleibt es überschaubar, sowas findet man selten.
    Viele Grüße Kerstin mit Cooper und Finn

  20. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Daima
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    Standard AW: Welpengruppen pro und contra


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    Ich kann nichts verwerfliches an einer gut geführten Welpengruppe finden. Und ich denke man sollte unterscheiden, ob man in einer reinen Spielgruppe ist oder eben in einer ganz normalen Gruppe, wo eben gleichaltrige Hund sind.
    Bei uns sind alle Hunde ungefähr gleich groß und gleichalt.
    Wenn wir ankommen, werden die Hunden aus dem Auto geholt und neben dem Besitzer eingeparkt, während wir besprechen, was in der Woche bei jedem Einzelnen so los war. Der Hund lernt dabei sich im Beisein seiner Kumpel ruhig zu verhalten.
    Dann wird möglichst leinenführig hintereinander auf den Platz gegangen. So lernt der Welpe von Beginn an neben/mit anderen Hunden vernünftig an der Leine zu gehen.
    Am Platz werden die Hunde kurz am Zaun geparkt, um das ruhige Warten zu üben, während wir die Schleppleinen entüdeln. Nun werden die Hund samt Schleppleine auf einem großen Feld zum lösen und schnüffeln geschickt, wobei der Rückruf, dann unter recht starker Ablenkung geübt wird, die jedes Mal anders ausfällt.
    Anschließend geht es in den Arbeitsbereich, wo: schau, sitz, Platz und Leinenführigkeit usw. geübt wird. Oder eben unbekannte Untergründe, laute Geräusche, Dinge aus dem Wesentest usw gemacht werden. Zwischendrin dürfen die Welpen ca. 5 min spielen. Bevor es in den Freilauf geht, müssen die Welpen samt Besitzer eine "Schau-Konzentrationsübung" ausführen. Und nach dem Freilauf auch. Dann geht es weiter mit Übungen, wie Z.B. Sitz-Bleib oder Konzentrationsübungen. Immer ziemlich dicht an den anderen Welpen, so dass der Hund lernt mit seinem Besitzer zu arbeiten, auch wenn andere Hunde dabei sind. Die Ablenkung ist jedes Mal anders. Diese Woche z.B. hatten wir Kleinkinder dabei, die spielten und damit für reichlich Abwechslung sorgten.
    Ich finde, dass unsere Welpengruppe bis auf minimale Ausnahmen sehr gut geführt wird. Und ich möchte es für mich und meine Hunde nicht missen, unter diesen Bedingen an der Bindung zu arbeiten. Dinge/Übungen die mir nicht gefallen, lasse ich aus. Bei uns darf auch jeder mit Sicht, Hörzeichen oder Pfeife arbeiten. so wie es eben für jeden passt. Ich nutze z.B als Einzige die Pfeife. Und ich nehme z.B. die Leine ab, wenn abgerufen wird, statt sie schleifen zu lassen. Es ist kein Problem.
    Und ich bin auch ein Mensch, der den "Gruppendruck" braucht, sonst würde ich wohl einiges schleifen lassen. Da ich die BHP und später Dummyprüfungen anstrebe, finde ich das für uns passend. Ich bin in einer Gruppe, wo nur Hundeanfänger sind. Gerade für die finde ich die Reihe an Informationen und Anleitungen sehr wichtig. Sowas lernt man nicht alleine oder aus Büchern. Und ich finde es auch für Boje Einzelhund sehr wichtig. So viele geballte Übungsmöglichkeiten würde ich im Alltag nicht einmal in 14 Tagen zusammen bekommen. Es sei denn ich stelle mich in die Innenstadt, aber das ist nicht Meines.
    Dazu denke ich, dass ein Hund, der in der Stadt und in einem Hochhaus wohnt erheblich mehr Input benötigt, als ein Hund, der eher ländlich wohnt. Außerdem begleitet mich Boje überalll hin. Mir ist also sehr wichtig, das er sich überall gut benimmt und nicht durch negatives Verhalten oder Ungehorsam auffällt.
    Fazit für mich: Eine gut geführte Welpengruppe kann ein großer Gewinn sein. Und ich denke nicht, dass durch so eine Gruppe keine vernünftige Bindung entsteht, eher im Gegenteil.

    Spuren im Sand verwehen,
    Spuren im Herzen bleiben!

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