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Thema: Krankheitsursache-Kastration??

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard Krankheitsursache-Kastration??


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    Der aus den USA kommende Trend der Frühkastration von *Haushunden hat sich nun auch in Europa etabliert. Die Gründe dafür *liegen in der Verhinderung unerwünschten Nachwuchses (Tierschutzargument) und/oder in der (erhofften) Vorbeugung und Therapie von Verhaltensstörungen. Bei Hündinnen wird oft auch das Argument genannt, mit einer Kastration Gesäugekrebs *(Brustkrebs) zu verhindern, wofür aber solide wissenschaftliche Beweise bislang fehlen. Und ganz im Gegenteil, neuere Studien berichten sogar über eine Zunahme von Gelenkerkrankungen und verschiedenen Krebsarten bei kastrierten Rüden und Hündinnen....

    Quelle:
    http://www.wuff.eu/wp/krankheitsursache-kastration/
    Liebe Grüße

    Edeltrud und die Fellnasen

  2. #2
    Team- Mitglied Avatar von schrecker82
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    Standard AW: Krankheitsursache-Kastration??

    Hm, ich frage mich nur: wie will ich denn beweisen, dass etwas an der Kastration lag?


    So kenne ich Hunde die HD bereits vor ihrer Kastration hatten, die bereits vor ihrer Kastration ED hatten, und ich keine ganz viele Hunde, die intakt sind aber doch einen Kreuzbandriss (oder gleich mehrere!) haben. So, und jetzt?



    Ich bin kein Freund von Frühkastrationen, absolut nicht. Und wenn der Hund gesund ist und keine Probleme hat, dann muss es auch nicht sein. Solch ein Eingriff muss wohl überlegt sein.

    Aber ich bin auch kein Freund von "Nein wir kastrieren auf gar keinen Fall, das bringt nichts oder er bekommt am Ende ne andere Krankheit" - denn es gibt Gründe, wo es angebracht ist (ich hab grad zwei Hunde erlebt, die dank "Nein wir kastrieren nicht!" dank der Folgeerscheinungen viel zu früh eingeschläfert werden mussten, weil es einfach nicht mehr tragbar war und die Tiere litten)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Krankheitsursache-Kastration??

    So kenne ich Hunde die HD bereits vor ihrer Kastration hatten, die bereits vor ihrer Kastration ED hatten, und ich keine ganz viele Hunde, die intakt sind aber doch einen Kreuzbandriss (oder gleich mehrere!) haben. So, und jetzt?
    Das sind halt deine Erfahrungswerte.... aus deinem Berufsalltag...
    und jeder praktizierende TA wird sicherlich seine eigenen Erfahrungswerte auf diesem Gebiet haben.
    Ich bin übrigens auf kein Kastrationsfreund, nur, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.

    Doch ich denke mal, dass wissenschaftliche Studien - die über Jahre aufgezeichnet werden - und dann publiziert werden, schon Hand und Fuss haben.

    Interessant ist doch, dass die Studie ebenfalls ergab, dass das Krebsrisiko bei kastrierten Tieren höher ist.

    "....Schon länger bekannt
    Die Ergebnisse der kalifornischen Studie aus dem Jahr 2013 *bestätigen ältere Studien, die ebenfalls eine *größere Häufigkeit von Krebsarten bei kastrierten Hunden festgestellt haben. Nach diesen Studien tritt bei kastrierten Hündinnen das Hämangiosarkom bis zu 4-mal häufiger auf als bei intakten Tieren (W.A. Ware, 1999), exakt derselbe Wert wie in der Untersuchung der University of California. Auch Mastzelltumore fanden sich bei kastrierten Hündinnen viermal so oft wie bei intakten (C.R. White, 2011).

    Zwei Studien fanden heraus, dass das Osteosarkom (Knochenkrebs) doppelt so häufig bei kastrierten wie bei intakten Rüden auftrat (G. Ru, 1998), bei Rottweilern sogar drei- bis viermal so häufig (D.M. Cooley, 2002)......"
    Liebe Grüße

    Edeltrud und die Fellnasen

  4. #4
    Team- Mitglied Avatar von schrecker82
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    Standard AW: Krankheitsursache-Kastration??

    Off-Topic:

    Das hat nicht mal was mit meinem Beruf zu tun - das sind alles "meine eigenen" oder Hunde von Freunden/Bekannten. Würde ich noch die Erfahrungswerte aus dem Praxisalltag dazu nehmen, das würde den Rahmen wohl sprengen.

  5. #5
    die mit den Tieren tanzt Avatar von MarionB
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    Standard AW: Krankheitsursache-Kastration??


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    zu den Gelenkproblemen kann ich nur aus eigener Erfahrung was schreiben.

    Jimmy war vor der Kastration ein muskulöser Rüde.
    Nach der Kastration konnte ich zusehen, wie die Muskeln abbauten.

    Man kann diesen Unterschied auch sehr schön bei Hengsten und Wallachen sehen.

    Und das ist meines Erachtens der Grund daß Gelenkprobleme beim Rüden nach einer Kastration stärker sein könnten, als ohne Kastration.
    Einfach weil er als intakter Rüde mehr Muskeln hat, die die Gelenke abfangen .

    Bei Hündinnen habe ich diesen Rückgang der Muskelmasse nicht beobachtet, da spielen ja auch ganz andere Hormone eine Rolle.

    Und natürlich können bei jedem Lebewesen die natürlichen Hormone Krankheiten fördern, so wie auch die Unterbindung , also das Fehlen des natürlichen Zusammenspiels der Hormone wieder andere Krankheitein begünstigen können.

    Es gibt nie ein Ding mit nur einer guten Seite, alles hat zwei Seiten und man muß individuell abwägen

    Grüßel Marion
    mit Friedel, Kätzchen Martina, drei Schäfchen, Jimmys Herz, Seelchen Mika und im Herzen all die mit denen ich ein Stück des Weges gemeinsam gehen konnte

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