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Thema: Kastration- ja oder nein?

  1. #1
    erfahrene Benutzerin Avatar von nebbuccadnezar
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    Standard Kastration- ja oder nein?


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    Es geht um meine Sara.

    Sie ist seit ihrer ersten Läufigkeit regelmäßig alle 6 Monate läufig. Pünktlich 8 Wochen danach wird sie scheinschwanger.

    Ich dachte immer, alles ganz normal.

    Nun war vor Kurzem Togas Einschläferung. Das muss sie durcheinander gebracht haben, denn sie ist jetzt erst scheinschwanger geworden. Also später als sonst.

    Nur war mir doch unwohl und ich bin zum Tierarzt, um abzuklären ob nicht doch was anderes los ist.

    Sie hat nun Galastop bekommen und die Scheinschwangerschaft wurde erfolgreich unterdrückt.
    Mir wurde zur Kastration geraten, aufgrund der regelmäßigen Scheinschwangerschaften. Sie würde es auch noch vor der nächsten machen.

    Bin nun grad etwas überfordert. Damit hab ich nun gar nicht gerechnet. Ist es so dringend? Soll ich nicht doch noch die nächste bzw zwei Läufigkeiten abwarten?

    Gibt es irgendwas auf das ich achten sollte bei der Kastration?

    Ich krieg schon Schweißausbrüche, wenn ich an die OP denke

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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Coline2014
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Hallo Marion,

    bei meiner Hummel ist es ebenso, sie wird nach jeder Läufigkeit scheinträchtig (ist ja auch normal, wird jede Hündin.......aber eben in sehr unterschiedlichen Ausprägungen).

    Eine Scheinträchtigkeit ist m. M. nach längst kein Grund für eine Kastration. Ich bin kein absoluter Kastrationsgegner, jedoch sollte zum Wohl des Hundes entschieden werden bzw. wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, ist es für mich vollkommen okay.)

    Mein Hummelchen ist immer sehr depressiv und mit ihr ist kaum was anzufangen. Auch hatte sie nach der letzten Läufigkeit sehr starken Milcheinschuss, jedoch hab ich alles immer so hin bekommen, ohne irgendwelche Mittelchen vom TA (mein TA gibt das nicht besonders gern!).

    Jetzt ist sie wieder läufig und mit Einsetzen der Läufigkeit gebe ich ihr nun jeden Tag 1/8 L Himbeerblättertee (schmeckt abscheulich und ich muss das Futter mit was sehr schmackhaften aufpäppeln, sonst frisst sie es leider nicht die kleine Matz) und zusätzlich Sepia. Pulsatilla war bisher bei den anderen Läufigkeiten leider ohne Wirkung.
    Auch ich stelle mir immer wieder die Frage ob es nicht besser wäre sie zu kastrieren, da ihre Stimmungsschwankungen bei der Scheinträchtigkeit schon übel sind und sie wirklich sehr leidet. Noch dazu kommt der Milcheinschuss, welcher auch nicht ohne ist und die Gefahr der Mammaturmore steigt somit ja auch.

    Was ich aber damit sagen will: Ich versuche vorher alles, um diesen Weg zu umgehen, auch mir graut vor der OP und eigentlich wollte ich sie intakt lassen.........mein Hummelchen.

    Erkundige dich vorher genau, was du noch tun kannst, damit die Scheinträchtigkeit erträglich wird, die Entscheidung Kastration musst du ja nicht jetzt sofort fällen, gib deinem Hund noch etwas Zeit und warte noch ein oder zwei Läufigkeiten ab und unterstütze sie dabei mit div. Mittelchen. Wenn dann alles erfolglos war, kannst du dir immer noch Gedanken machen weißt aber, alles getan zu haben um diesen Schritt zu vermeiden

  3. #3
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Kastrationen sind mittlerweile gesetzlich verboten. Leider gibt es immer noch vereinzelnt Tierärzte, denen das egal ist. Ob das Unwissenheit ist, lasse ich mal dahingestellt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen es erlaubt ist, einen Hund/eine Hündin zu kastrieren.

    Hormone regeln so viele Vörgänge im Körper, da geht es nicht nur um Sexualhormone. Durch eine Kastration greift man u.a. massiv in sämtliche endokrine Vörgänge des Körpers ein. Und das ist nicht ungefährlich. Hier mal eine recht gute Zusammenfassung zum Thema:
    http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=18951

  4. #4
    Team- Mitglied Avatar von schrecker82
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Das mit den Gesetzen ist so eine Sache - die kann man umgehen. Man findet doch immer irgendwie ein Schlupfloch...

    So ist zB auch das Unfruchtbar machen zum Schutze einer Frucht (sprich wenn das Tier einen Erbschaden hat) schon ein Grund, mit dem man vor Gericht durchkommt (wir haben das in epischer Breite in der Berufsschule durchgekaut).

    Ich finde Kastration ist von Tier zu Tier unterschiedlich zu unterscheiden.

    Leidet das Tier wirklich, oder ist es der Besitzer?

    Wenn ich überlege wie viele Leute aufn Hundeplatz kommen mit einem Hund, der an der Leine zieht "Ja, wir lassen den jetzt auch kastrieren, dann wird das besser" - da weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Dann wieder hab ich andere Hunde, die so mit ihrem Geschlecht zu kämpfen haben (gepaart mit einem Besitzer, der einfach nicht in der Lage ist auch nur die leichtesten Übungen durchzuführen *hüstel*) - da wäre das runterfahren der Sexualhormone sicher eine Verbesserung für die Lebensqualität des Tieres (und dann ergo auch für den Besitzer). Aber gerade die hängen dann an den Eiern ihres Rüden


    Ok, Spaß beiseite.

    Ich würde das jetzt nicht so hopplahopp entscheiden. Die TÄ drängt nun sicher, da man auch nur ein gewisses Zeitfenster hat, in dem man "gerne" kastriert. Etwa 2 Monate vor, während und 2 Monate nach der Läufigkeit (und während der Scheinschwangerschaft) ist das Gewebe gut durchblutet - da möchten die TÄ ungerne "schneiden" (das Blutungsrisiko ist einfach höher). Ich vermute sie möchte vielleicht jetzt den "sicheren" Zeitpunkt nutzen.

    Es gibt Studien bezüglich der Krebssenkung, allerdings ist das Risiko nach der 5. Läufigkeit genauso hoch wie bei einer unkastrierten Hündin (und des sind eh nur Zahlen, ich kenne auch sehr früh kastrierte Mädels, die dennoch Tumore an der Mamma bekommen haben, und keine "netten").

    Das Negativbeispiel hab ich bei der Hündin meiner Tante gesehen: sie hatte immer enorme Probleme mit der Hitze und der Scheinschwangerschaft. Total depri, extremer Ausfluss (sie konnte putzen so viel sie wolte), ein ganz anderer Hund und weeehe jemand kam ihren imaginären Welpen zu nahe. Nicht dass sie böse wurde, aber sie hatte Stress, buddelte sich durch Wände (ungelogen...). Und mit gut 11 kam dann die Gebärmuttervereiterung. Vom TA als Blasenentzündung gedeutet, in der Klinik dann die Ernüchterung: kurz vor 12, Gewebe kurz vorm Reißen, alles voll mit Eiter. Und dann halt ne Not-OP mit 11, das hätte man umgehen können...

    Aber: da draußen laufen auch genug 14jährige Hundedamen rum, die nie Probleme hatten.



    So, jetzt sind wir total weiter gekommen *g*

    Es gibt fürs, es gibt wieders - im Zweifel würde ich, nochmal zu einem anderen TA gehen und fragen, was der so meint (kommt halt auch aufs Verhältnis zu deinem TA an *hüstel*)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von sweet-golden
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von Golden One Beitrag anzeigen
    Kastrationen sind mittlerweile gesetzlich verboten. Leider gibt es immer noch vereinzelnt Tierärzte, denen das egal ist. Ob das Unwissenheit ist, lasse ich mal dahingestellt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen es erlaubt ist, einen Hund/eine Hündin zu kastrieren.

    Hormone regeln so viele Vörgänge im Körper, da geht es nicht nur um Sexualhormone. Durch eine Kastration greift man u.a. massiv in sämtliche endokrine Vörgänge des Körpers ein. Und das ist nicht ungefährlich. Hier mal eine recht gute Zusammenfassung zum Thema:
    http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=18951
    Wie sieht das denn im Tierschutz aus, da bekommst du ja fast keinen Hund mehr umkastriert. Was ich eigentlich auch richtig finde.
    Liebe Grüße Selina, Paula und Amy
    www.sweet-golden.de

  6. #6
    erfahrene Benutzerin Avatar von nebbuccadnezar
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Ich war das erste mal bei dieser Tierärztin- meine ist noch im Urlaub.

    Ich war auch noch nie wegen ihrer Scheinschwangerschaft beim TA, weil sie es meiner Meinung nach gut ertragen konnte. Und draußen war und ist sie wie eh und je.

    Also ich les mich mal noch weiter ein in die Materie, aber die nächste Läufigkeit würd ich gern abwarten wie sie verläuft.

    Und bei der Kastration kommt alles raus oder? Eierstöcke und Gebärmutter?

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  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von sweet-golden
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von nebbuccadnezar Beitrag anzeigen
    Ich war das erste mal bei dieser Tierärztin- meine ist noch im Urlaub.

    Ich war auch noch nie wegen ihrer Scheinschwangerschaft beim TA, weil sie es meiner Meinung nach gut ertragen konnte. Und draußen war und ist sie wie eh und je.

    Also ich les mich mal noch weiter ein in die Materie, aber die nächste Läufigkeit würd ich gern abwarten wie sie verläuft.

    Und bei der Kastration kommt alles raus oder? Eierstöcke und Gebärmutter?
    Nein, heutzutage lassen sie die Gebärmutter oft drin. Die schrumpft dann ziemlich zusammen und macht wohl eigentlich keine Probleme mehr.
    Liebe Grüße Selina, Paula und Amy
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  8. #8
    erfahrene Benutzerin Avatar von nebbuccadnezar
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von sweet-golden Beitrag anzeigen
    Nein, heutzutage lassen sie die Gebärmutter oft drin. Die schrumpft dann ziemlich zusammen und macht wohl eigentlich keine Probleme mehr.
    Hab ich auch schon gelesen. Im selben Satz kam dann aber, dass oft eine zweite OP nötig ist, um sie dann nachträglich zu entfernen

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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von sweet-golden
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von nebbuccadnezar Beitrag anzeigen
    Hab ich auch schon gelesen. Im selben Satz kam dann aber, dass oft eine zweite OP nötig ist, um sie dann nachträglich zu entfernen
    Ok.

    Wir haben Paula vor 10 Jahren kastrieren lassen und ich war eigentlich der Meinung das alles rausgeholt worden ist.
    Im September 2016 stellte sich jetzt heraus, dass nur die Eierstöcke entfernt wurden.
    Leider hat man bei ihr damals auch ein Stück Eierstock vergessen, welches jetzt wieder angefangen hat zu arbeiten. Zusätzlich war leider an der Gebärmutter auch ein Tumor. Dieser war Gott sei dank gutartig.
    Das Stück Eierstock, die geschrumpfte Gebärmutter und der Tumor wurden dann erfolgreich entfernt.

    Ob der Tumor jetzt nur wegen dem Stück Eierstock dort aufgetaucht ist oder nicht weiß ich natürlich nicht.
    Liebe Grüße Selina, Paula und Amy
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  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Wenn eine Hündin regelmäßig scheinträchtig ist, kann das schon bösartiges Wachstum von Tumoren an der Gesäugeleiste fördern oder aber gar zur Entstehung einer Gebärmuttervereiterung führen, die u. U. auch lebensbedrohlich sein kann. Eine Gebärmutterentzündung schadet auch dem gesamten Immunsystem sehr.
    Unsere Anny wurde mit 7 Jahren kastriert (ehemalige ZH) hatte aber nur eine Schweinschwangerschaft und die ließ mich aufhorchen. Im Ultraschall war nicht auffällig, wir haben uns ordentlich sportlich beschäftigt, dass sie auf keinen dummen Gedanken kam, ich habe ihr kühle Umschläge gemacht und bin 3 Mal beim TA vorstellig geworden zum OP-Termin und... es war immer noch Milch vorhanden - dann habe ich sie aber trotzdem operieren lassen und... es war wirklich notwendig, es hat richtig gemockert.... sie wäre zum Notfall geworden.

    Dauernde Scheinträchtigkeiten sind doch auch purer Stress für die Hunde, den sie 2 Mal im Jahr durchleben, eine Mutterrolle mit eingebildeten Welpen? Das Muttergefühl wird zum Teil von der Hirnanhangdrüse stimuliert. Aber bei unserer Anny habe ich nach der OP keine Veränderung ihres Wesens feststellen können.

    Wie sieht das denn im Tierschutz aus, da bekommst du ja fast keinen Hund mehr umkastriert. Was ich eigentlich auch richtig finde.
    Meine Tierschutzhunde habe ich UNKASTRIERT aus dem Tierschutz übernommen, allerdings mit der Auflage, die Hundis zu kastrieren. Das habe ich auch getan, allerdings lag ein medizinischer Grund voraus und das würde ich heute nicht mehr tun, denn unserem Max habe ich mit seiner Kastration keinen Gefallen damit getan.
    Bei Rüden, würde ich auf keinen Fall, mal eben eine Kastration machen lassen, es sei denn, das Krankheitsbild erfordert das.
    Liebe Grüße
    Edeltrud und die Fellnasen

    .

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von sweet-golden
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von Luise2 Beitrag anzeigen
    Wenn eine Hündin regelmäßig scheinträchtig ist, kann das schon bösartiges Wachstum von Tumoren an der Gesäugeleiste fördern oder aber gar zur Entstehung einer Gebärmuttervereiterung führen, die u. U. auch lebensbedrohlich sein kann. Eine Gebärmutterentzündung schadet auch dem gesamten Immunsystem sehr.
    Unsere Anny wurde mit 7 Jahren kastriert (ehemalige ZH) hatte aber nur eine Schweinschwangerschaft und die ließ mich aufhorchen. Im Ultraschall war nicht auffällig, wir haben uns ordentlich sportlich beschäftigt, dass sie auf keinen dummen Gedanken kam, ich habe ihr kühle Umschläge gemacht und bin 3 Mal beim TA vorstellig geworden zum OP-Termin und... es war immer noch Milch vorhanden - dann habe ich sie aber trotzdem operieren lassen und... es war wirklich notwendig, es hat richtig gemockert.... sie wäre zum Notfall geworden.

    Dauernde Scheinträchtigkeiten sind doch auch purer Stress für die Hunde, den sie 2 Mal im Jahr durchleben, eine Mutterrolle mit eingebildeten Welpen? Das Muttergefühl wird zum Teil von der Hirnanhangdrüse stimuliert. Aber bei unserer Anny habe ich nach der OP keine Veränderung ihres Wesens feststellen können.


    Meine Tierschutzhunde habe ich UNKASTRIERT aus dem Tierschutz übernommen, allerdings mit der Auflage, die Hundis zu kastrieren. Das habe ich auch getan, allerdings lag ein medizinischer Grund voraus und das würde ich heute nicht mehr tun, denn unserem Max habe ich mit seiner Kastration keinen Gefallen damit getan.
    Bei Rüden, würde ich auf keinen Fall, mal eben eine Kastration machen lassen, es sei denn, das Krankheitsbild erfordert das.
    Wir haben in der Familie 4 Tierschutzhund, 3 Hündinnen, 1 Rüden. Die Hündinnen haben wir alle kastriert übernommen, der Rüde ist bis heute nicht kastriert (war aber auch keine Auflage). Deshalb frag ich
    Liebe Grüße Selina, Paula und Amy
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  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Wir haben die Scheinträchtigkeit noch mit Globulis überbrückt, wenn mich nicht alles täuscht, waren es Pulsastilla und Apis? Ich weiß es aber nicht mehr genau...

    Und wenn OP, würde ich die Kastration empfehlen, man weiß nicht, was noch kommen kann.

    Ich kenne sogar einige, die haben ihre Hündinnen noch vor der ersten Läufigkeit!!!! auf Anraten der TÄe kastrieren lassen, was ich persönlich unverantwortlich finde und das sind keine Einzelfälle.

    Wir haben in der Familie 4 Tierschutzhund, 3 Hündinnen, 1 Rüden. Die Hündinnen haben wir alle kastriert übernommen, der Rüde ist bis heute nicht kastriert (war aber auch keine Auflage). Deshalb frag ich
    Wenn ich nochmal einen Tsch-Hund übernehmen sollte (?!), egal, was für Auflagen der Vertrag enthält, diese sind bei Übernahme sowieso nichtig.
    Liebe Grüße
    Edeltrud und die Fellnasen

    .

  13. #13
    † im April 2017
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Marion bevor ich eine Hündin kastrieren lasse, schöpfe ich zunächst mal alles andere aus. Homöopathisch und auch mit normalen Medikamenten wird probiert ob man es in den Griff bekommt. Wenn nicht, dann auf jeden Fall Kastration. Leiden soll eine Hündin nun wirklich nicht!
    Wegen Mamatumoren kann man eine Kastration aus den Augen verlieren. Die Chance an Mamatumoren zu erkranken steigt bei unkastrierten Hündinnen nur um 7%. Und wenn eine Hündin die Veranlagung zu Krebs hat, kommt er trotzdem, dann aber eben an anderen Stellen.
    Aus unserer Zucht sind bisher nur zwei Hündinnen kastriert. Da war es eben so, das man mit allen Mittel nix erreicht hat, sie waren scheinschwanger und 2-3 Monate hinterher richtig depressiv.
    Die OP an sich ist heute nicht mehr so schlimm, hier gibt es eine Praxis die das auch schon minimalinversiv machen. Ist ein bisschen teurer, würde ich aber immer bevorzugen.
    LG
    Uli mit Gino, Dana, Jule, Ehli und Joschi im

  14. #14
    die mit den Tieren tanzt Avatar von MarionB
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Zitat Zitat von sweet-golden Beitrag anzeigen
    Nein, heutzutage lassen sie die Gebärmutter oft drin. Die schrumpft dann ziemlich zusammen und macht wohl eigentlich keine Probleme mehr.
    Auch schon bei der Kastration meiner beiden jungen Hündinnen vor ca. 35 Jahren hat man die Gebärmutter drin gelassen.

    ABER: das macht man eigentlich nur bei jungen Hündinnen, wo die Gebärmutter noch richtig gut aussieht.
    Sie schrumpft dann tatsächlich, macht keine Probleme mehr, es sei denn man muß irgendwann Hormone geben. Dann wächst sie wieder.

    Bei älteren Hündinnen nimmt man die Gebärmutter meist immer gleich mit raus, um Problemen damit vorzubeugen.

    Das entscheidet aber oft der TA während der Op, wenn er die Gebärmuter begutachtet.

    Grüßel Marion
    mit Friedel, Kätzchen Martina, drei Schäfchen, Jimmys Herz, Seelchen Mika und im Herzen all die mit denen ich ein Stück des Weges gemeinsam gehen konnte

  15. #15
    Super-Moderator Avatar von fine
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Ich würde in jedem Fall nochmal eine Läufigkeit abwarten. Fine war auch immer mal scheinträchtig, wobei sie nur alle 8-9 Monate läufig wird. Probleme damit hatte sie aus meiner Sicht aber nicht.

    Sie ist jetzt 12 und toi, toi, toi, bisher keine Probleme mit der Gebärmutter.

  16. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Marion, ich habe nochmal nachgeschaut, deine Sara wird ja jetzt 6 Jahre und du schreibst, dass sie die Schwierigkeiten schon seit der ersten Läufigkeit zeigt, d. h. alle 8 Monate, seit ihrem 1. Lebensjahr ist Sara scheinträchtig.

    Aus meiner Sicht ist das schon eine Tortur für deine Hündin und ich würde an eine Kastration denken.
    Eine minimalinvasive Operationsmethode kommt nur bei unauffälligen oder jüngeren Hunden in Frage, wo alles noch "sozusagen gut aussieht" so die Information meines TAs und wie auch schon Marion bereits schrieb. So arbeiten viele TÄe.
    Bei ZH wird meistens das größere Op-Feld bevorzugt, was ich auch verstehe, denn ich habe schon die Unterschiede von Gebärmuttern gesehen, die herausgeholt wurden, da ist diese Methode absolut nicht möglich. Aber auch diese Schnitte sind längst nicht mehr so, wie man sie von früher her kennt.
    Vertraue einfach deinem TA. Während der OP wird das meistens entschieden, wenn das vorher im Schall nicht sichtbar ist.
    Liebe Grüße
    Edeltrud und die Fellnasen

    .

  17. #17
    erfahrene Benutzerin Avatar von nebbuccadnezar
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Mir war einfach nie bewusst, was für ein Stress so eine Scheinschwangerschaft für die Hündin bedeutet nächste Woche ist meine Haustierärztin wieder da, dann werde ich sie mal dazu befragen. Aber ich denke, wenn schon offen, dann gleich alles raus machen.

    Puh, so wollte ich das neue Jahr auch nicht beginnen...

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  18. #18
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Meine Meinung:
    Wenn meine Hündin nach jeder Läufigkeit eine Scheinträchtigkeit durchleben/-leiden müsste, wäre es für mich keine Frage, was ich tun würde.

    Ich muss allerdings zugeben,daß mir die Entscheidung zur Kastration bei meinen Mädels wesentlich leichter gefallen ist als bei meinen Jungs.
    Klara war schon kastriert als ich sie übernommen habe, aber bei einer ausrangierten ZH finde ich das eh sinnvoll.

    Um die OP und Narkose mache ich mir eigentlich nur Gedanken, wenn ich nicht mit im OP sein darf.......
    Liebe Grüsse

    Barbara mit Dougy , Quotenterrier Klara und Pepper

    und Ronja, Alf,Tess und Goetz im Herzen

  19. #19
    Dummywerferin
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?

    Unsere Hündin musste vergangenen Monat kastriert werden, sie hatte eine GM Entzündung und Zysten am Eierstock.
    Ich hatte auch große Angst vor der Operation, aber auch großes Vertrauen in meine TÄ.
    Ich war während der Narkose bei ihr und als sie aufwachte schon wider bei ihr.
    Was die Zeit bringt werden wir sehen, zumindest eine Inkontinenz ist nicht aufgetreten.

    Geschallt wurde vor der OP nur, weil nach der Läufigkeit immer eine Morgenübelkeit mit Erbrechen da war und die Entzündungswerte erhöht waren, auch die roten Blutkörperchen waren zu wenig.
    Wir dachten irgendwie es sei was mit dem Magen, weil sie auch oft Sodbrennen hat.
    Die GB Mutter entzündung verlief völlig symptomfrei und wer weis wie lange sie das mit sich getragen hatte.
    😢


  20. #20
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    Standard AW: Kastration- ja oder nein?


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    Meine Hündinnen wurden beide kastriert, und wir haben nur beste Erfahrungen gemacht. Beide haben sich nachher sehr zum Positiven verändert, und man merkte ihnen sichtlich an, wie sehr die dauernden Hormonumstellungen sie belastet hatten.

    Biggy hatte eine Pyometra und musste mit 8 Jahren noch kastriert werden. Bei ihr konnte ich eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität feststellen - sie ist richtig aufgelebt nachher.
    Ella ließen wir kastrieren, als wir sie mit 4 Jahren bekommen haben. Sie war wohl mal als Zuchthündin missbraucht worden und hatte schlimme Dinge erlebt. Ihr wollte ich die dauernden Auswirkungen der Läufikgeiten ersparen, die womöglich wieder in einer Pyomatra geendet hätten. Auch bei ihr habe ich eine sehr große positive Entwicklung danach bemerkt.

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