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Thema: Pflegestelle werden?!?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Katha_^^
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    Standard Pflegestelle werden?!?


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    Vorweg, ich weiß nicht, ob das Thema hier richtig ist liebe Admins, bitte verschieben, falls nicht.

    Ich überlege schon lange mich im Tierschutz zu engagieren und habe mich im Frühjahr/Sommer bei verschiedenen Organisationen zur Unterstützung der Fahrerketten angeboten.
    Ende Juli/Anfang August erhielt ich dann einen Anruf von der Organisation Retriever and Friends (hoffe es ist ok den Namen zu nennen), ob ich mir nicht auch vorstellen könnte als Pflegestelle zu arbeiten, da diese immer dringend benötigt werden.

    Wie ihr wisst befinde ich mich zur Zeit in Kanada, das habe ich auch sofort erzählt und erklärt, sie meinte ich sollte es mir in Ruhe überlegen und mit meinem Freund besprechen, ob es nicht viell. nach meinem Auslandsaufenthalt in Frage käme. In 5 Wochen kommt mein Freund hier her und in 7 Wochen ist Weihnachten und ich wieder zuhause und was soll ich sagen, ich denke immer noch drüber nach bin aber noch zu keinem Entschluss gekommen.

    Ich muss sagen, der Gedanke lässt mich nicht mehr los.. ich würde so gerne helfen, andererseits hat mein Freund auch recht, denn er hat mir sofort die Frage gestellt: "Könntest du einen Hund der hier mal gelebt hat wieder gehen lassen?" und da bin ich mir wirklich nicht sicher
    Aber wir sind sowieso am überlegen uns irgendwann einen 2. zu holen. Balu wird im Mai 6 Jahre, Maja ist jetzt 3 und eine unkastrierte Labbi Dame, die mit in unserem Haus lebt, was auch zu bedenken gilt.

    Ich weiß, dass es teilweise sehr hart sein kann als Pflegestelle zu arbeiten, dass man nicht immer ein Mitspracherecht hat, wer am ende den Hund bekommt, dass man oft auch sehr verstörte Hunde bekommt. Aber ich stelle mir auch sehr erfüllend vor, zu helfen.
    Die Frage ist allerdings passt es in unsere Lebensumstände?
    Die Frau am Telefon war sehr nett und erklärte mir auch, dass sie immer nach Erfahrung und Gegebennheiten der Pflegestelle die Hunde zu teilen.
    Hat jemand Erfahrungen von euch und kann mir diese Mitteilen? Kennt sich viell. jemand auch mit der Organisation Retriever and Friends aus und kann mir da über seine Erfahrungen berichten?
    Ich habe Zazas geschichte bei Sanne noch gut in Erinnerung und sowas finde ich einfach schrecklich.

    Vielen Dank ihr Lieben. Zur Zeit ist bei uns noch nichts entschieden und ich möchte mich wirklich nur informieren, ob es überhaupt für uns in Frage käme... denn so eine Entscheidung trifft man nicht aus dem Bauch heraus, dabei geht schließlich um Lebewesen und es betrifft uns alle in unserer Familie.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Hallo Katha,
    dass du dich engagieren möchtest, finde ich z. B. großartig, denn Hilfe wird sicherlich an allen Ecken benötigt.
    Dass, die im Haus lebende Hündin unkastriert ist, ist sicherlich das kleinste Übel und alle Hunde sind nicht wer weiß wie verhaltensgestört, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind, es gibt auch durchaus taffe Mäuse dazwischen aber... ich denke unterm Strich, wenn du dich der Sache voll und ganz stellst, könntest du als ein sogenannter "Pflegestellenversager" enden, das heißt, der Hund wird letztendlich bei dir bleiben, so wie ich dich einschätze.....
    Überlege es dir gut, denn es wird nicht einfach sein. Diese Hunde haben einiges erlebt und sie sind oftmals sehr vertrauensvoll und schenken dir schnell ihr Herz und wenn sie dann nach kurzer Zeit wieder wechseln müssen (?)....

    Lern erstmal diese Hund evtl. auf Fahrtketten kennen? Und so hast du auch die Möglichkeit die Vereinsabläufe und dortigen Personen kennenzulernen.
    Liebe Grüße

    Edeltrud und die Fellnasen

  3. #3
    zuviel hier... Avatar von Klara&Major
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Guten Morgen Katha,

    ich war ja zwei Mal Pflegestelle bei R&F. Einmal bei Bruno, der ja dann vermittelt wurde (übrigens wird man da als Pflegestelle ganz toll mit einbezogen) und dann bei Wonda, die ja wirklich nicht ganz so einfach war, was meine Wohnungsgestaltung betrifft.

    Meine Erfahrungen mit R&F sind sehr gut. Ich habe mich immer prima betreut und wohl gefühlt, viele liebe Menschen durch den Verein kennen gelernt. Leider ist es mit meinem jetzigen Leben einfach nicht kompatibel. Sollte sich da aber was ändern, wäre ich jeder Zeit wieder dazu bereit.

    Ich war dort nie allein, es gab immer Ansprechpartner, es wurde immer nach Problemlösungen gesucht, der Hund steht an erster Stelle.

    Das ist mein Gefühl, wenn ich an die Pflegezeit zurückdenke. Und ich finde schade, dass mein Leben so anstrengend geworden ist, dass dafür keine "Luft" mehr ist.

    Das Problem des Pfegestellenversagens kennen viele nur zu gut. Aber du kannst dir sicher sein, wenn da ein Hund in das Herz einzieht, dann gehört er auch genau da hin.

  4. #4
    Administrator Avatar von biko
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Hallo Katha, viele Grüße nach Kanada.

    Ich finde es super, dass du dir Gedanken darüber machst und ich möchte dir unbedingt zuraten.
    Das kann ich aber nicht, weil ich selbst ja nie Pflegestelle war. Wir sind beide ganztags berufstätig und ich muss auch berufich immer viel reisen, da funktioniert das nicht.

    Mit dem Verein Retriever and friends habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.
    Durch die Fahrketten und Vorkontrollen habe ich schon einige von dem Verein kennengelernt und ich finde die Organistation hat immer super geklappt.

    Gern können wir auch mal telefonieren, wenn du wieder in Deutschland bist.
    Viele Grüße
    Simone mit Chaz und Cuba
    (Biko und Lupin im )


  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Miri
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Ich finde es gut, dass Du gewissenhaft darüber nachdenkst.

    Ich bin ja auch schon seit einiger Zeit als Pflegestelle tätig und irgendwann habe ich mal meine Gedanken dazu aufgeschrieben.
    Vielleicht hilft es Dir ja bei der Entscheidungsfindung.
    Ich bin bei Retriever und Freunde (RuF) . Aber auf den Verein im Speziellen kommt es hier ja nicht an.


    Schau mal:


    Es ist immer schwer sie ziehen zu lassen und der Tag der Abgabe ist der schlimmste von allen!
    Dann kommen "die bösen Leute" und nehmen "Deinen" Hund mit - ein furchtbares Gefühl.


    Aber schon bald erreichen Dich die ersten Nachrichten und Bilder, wie schön sie sich im neuen zu Hause eingelebt haben
    und wie sehr sie von allen geliebt werden. Dann hört Dein Herz auf zu bluten.


    Dann kannst Du Dir in einem stillen Moment auf die Schulter klopfen und Dich leise beglückwünschen, dass Du alles richtig gemacht hast!


    Tierschutzarbeit ist etwas sehr wichtiges; Pflegestelle sein etwas sehr persönliches.
    Du öffnest Dein Herz und lässt die Pflegis hinein und wenn alles gut läuft, dann musst Du ein Stück Deines Herzens heraus brechen
    und schickst es mit "Deinem" Hund auf den Weg. Auf seinen Weg in ein glückliches Leben - in ein glückliches Leben, dass Du ihm ermöglicht hast.


    Doch genauso wie Du ein Stück Deines Herzens gibst, so bleibt auch ein Teil des Herzens Deines Pflegehundes bei Dir.
    Du wirst Dich immer an ihn erinnern und er wird immer in Deinem Herzen sein.




    Nun schau ihn Dir an - Deinen Pflegehund! Kannst Du ihn behalten? Kannst DU es wirklich??
    Denn wenn Du ihn genau anschaust, dann schaust Du nicht nur in sein Gesicht, sondern stellvertretend in die vielen Gesichter derer,
    die da draußen noch auf Deine Hilfe warten. Kannst Du ihnen diese Hilfe verwehren? Kannst Du "nein" sagen zu all den traurigen,
    verlassenen oder ungeliebten, hilfesuchenden treuen Seelen?


    Bist Du nicht vielmehr Pflegestelle geworden um ihnen zu helfen, so gut Du kannst?
    "Doch" wirst Du sagen, "aber..".
    Natürlich gibt es die Hunde, die man nicht mehr ziehen lassen kann. Die einfach Dein Herzhund sind und zu Dir gehören,
    wie Deine Hände und Füße zu Dir gehören. Das allein kannst nur Du Dir beantworten. Du ganz allein.


    Doch ich kann Dir sagen, es gibt da draußen viele tolle Hunde, die gut zu uns passen würden. Die uns lieben für unsere Zuneigung,
    die uns vertrauen für unsere schützende Hand, die uns überall hin folgen würden, weil wir sie leiten und führen; ihnen Sicherheit geben.
    Leider Gottes gibt es sehr viele arme Seelen da draußen und noch schlimmer ist, wir können sie nicht alle bei uns zu Hause aufnehmen - ja!


    ABER wir können ihnen ein neues zu Hause vermitteln - stellvertretend für unser eigenes. Ein tolles neues zu Hause, in dem sie genauso geliebt, umsorgt,
    gepflegt und geführt werden - so als wären sie bei uns geblieben.


    Ist das nicht ein schöner Gedanke?


    Wir als Pflegestellen haben eine besondere Aufgabe, eine besondere Gabe - vielleicht mögen es einige auch so nennen - was aber nicht heißt, dass das eine einfache Sache wäre.
    Es gibt so viele Menschen, die sagen, "Ach ich bewundere, was Du tust - einen wildfremden Hund aufnehmen und ihn nach der gemeinsamen Zeit wieder abgeben. Ich könnte das nicht. Wie machst DU das?"


    Tja, wie macht man das?! In dem man sich und seine Gefühle hinten anstellt, in dem man den Tierschutzgedanken hoch hält und für das einsteht, was man, als man sich als Pflegestelle gemeldet hat, vor Augen hatte.
    Der Pflegehund lebt glücklich in der richtigen Pflegestelle, aber auch glücklich im richtigen neu vermittelten zu Hause. Doch man selbst ist nicht mehr sein Mittelpunkt; nicht mehr der zu dem er aufsieht
    und dessen Herz er mit seinen Blicken durchbohrt. Ist es nicht viel mehr dieser Gedanke, der uns Angst macht. Der uns erkennen lässt, dass wir nicht sein Leben, sondern nur ein Teil darin sind.
    Geht es bei diesem Gedanken nicht vielmehr um uns - und weniger um den Pflegie?


    Also suchen wir mit der Vermittlung das weltbeste neue zu Hause aus, geben unserem Schützling alles wichtige, was man so lernen muss um ein toller Hund zu sein, mit auf den Weg.
    Geben ihm ein Teil unseres Herzens mit auf seinen Weg, beißen die Zähen zusammen und halten die Tränen zurück, wenn die neuen kommen um ihn abzuholen.
    Danach blickst Du nach vorn - noch nicht zurück. Denkst an den nächsten Pflegie, wie er wohl sein wird, wie alles klappt. Packst Deinen Hund/ Deine Hunde und unternimmst etwas ganz tolles
    um sich abzulenken und ihn/sie zu belohnen für die tolle Arbeit die er/sie ja auch geleistet haben und auch manchmal sitzt Dein Hund/ Deine Hunde hinter der Türe und weinen mit Dir dicke
    Krokodilstränen.


    Aber das geht alles vorbei. Nach ein paar Wochen kannst Du Dich mit Freude zurück an Eure gemeinsame Zeit erinnern.
    Euer eigener Tagesrhythmus und Eure eigenen Vorlieben treten wieder in den Vordergrund. Dein Hund/ Deine Hunde genießen Deine ungeteilte Aufmerksamkeit
    und ohne das Du es merkst bist Du wieder bereit eine neue Seele aufzunehmen und sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

    Wie sich das anfühlt?! Das ist das Gefühl was Dich dazu ermuntert, wenn das Telefon klingelt und "RuF" in der Leitung ist,
    ohne zu Zögern "ja" zu sagen. Ja zu sagen zu einem neuen Lebensabschnitt - JA zu einem neuen Pflegie!

    Verfasser Mirijam Roßmann

  6. #6
    und Lady Avatar von Jenna
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Wir waren Pflegestelle bei R&F und sind es jetzt für einen anderen Verein.
    Wir haben selber als Pflegestelle bei R&F gute Erfahrungen gemacht.
    Aber ich glaube, es kommt gar nicht so sehr auf den Verein an, sondern auf den Pflegehund, den man bekommt.
    Viele Pflegestellen pflegen ja ohne Probleme für mehrere Vereine.

    Mirijam schreibt mir aus der Seele und ich kann ihr nur voll und ganz zustimmen.
    Unser schlimmster Abschied war eine Pflegehündin (ehemalige Angsthündin) nach 9 Monaten ziehen zu lassen.
    Wir haben heute noch Kontakt zu ihrer neuen Familie und sind sogar befreundet.
    Sie hat das weltbeste Zuhause gefunden und andere Pflegies konnten ihren Platz bei uns einnehmen und ebenfalls ein Zuhause finden.
    Wir als Pflegestelle sind nur ein Zuhause auf Zeit und auch ich denke immer an die vielen Hunde, die dringend eine Pflegestelle brauchen.

    Es ist gut, dass du dir diese Gedanken im Vorfeld machst.
    Dir muss klar sein, dass so ein Pflegie deinen Tagesablauf auf den Kopf stellen kann oder sich in die Familie einfügt, als wäre er schon immer da.
    Man weiß das vorher nie ganz genau.
    Aber ich möchte keinen Pflegie in meinem Leben missen, ich habe durch sie viel gelernt.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Ich begleite nun seit etwas über 10 Jahren Pflegehunde auf dem Weg in ihre neue Familie.
    Einmal war ich PS-Versager, bei Ronja und das ist nächste Woche Sonntag 10 Jahre her (am 11.11.2006 als Pflegie gekommen, am 13.11. übernommen).
    Egal für welchen Verein ich gepflegt habe, die PS hat ein grosses Mitspracherecht, denn nur sie sieht den betreffenden Hund mit den ausgesuchten Menschen. Bei einigen habe ich allerdings schon nach dem ersten Telefonat ein Veto ausgesprochen. Auf dieses Mitspracherecht bestehe ich, egal für welchen Verein ich pflege, denn nur die PS kennt den betreffenden Hund wirklich.
    Betreut wurde ich eigentlich in allen Vereinen gut.
    Und es fällt leichter, einen Hund gehen zu lassen, wenn er nicht wirklich in die vorhandene Gruppe passt. Und das merkt man recht schnell.
    Ich finde es gut, daß Du Dir vorher viele Gedanken machst.
    Es ist eine schöne Aufgabe, aber auch eine oftmals arbeitsintensive. Der Pflegehund sollte in allen Lebenslagen beobachtet werden, Stadt, Hundebegnungen Kurzführer und Schleppleine (wenn sich ein Pflegehund mit den eigenen Hunden versteht, heisst das nicht, daß er hundeverträglich ist) , allein bleiben (d.h. auch mal ganz allein) etc.etc.
    Ich weiss, daß ich von vielen deshalb "belächelt" werde, aber wie soll ich guten Gewissens einen Hund vermitteln, wenn ich die wesentlichen Punkte nicht getestet habe?
    (ich musste einmal notfallmässig einen Hund abholen, der ein paar Tage nach der Vermittlung wieder zurückgegeben wurde....er zeigte sich aggressiv gegen Kinder, wobei im Fall der adoptierenden Familie eine Kinderfreundlichkeit ein MUSS war. In der ersten PS wurde den 2 Vorfällen, wo dieser Hund ein Kind anknurrte ,keine Bedeutung beigemessen...... )
    Es ist eine schöne Aufgabe, ich denke immer gern an alle Pflegies zurück,möchte keinen missen.
    Und komischerweise bleiben die am tiefsten im Herzen,mit denen man die meiste "Arbeit" hatte....

    Wage Dich ruhig an das Abenteuer PS heran, aber äussere deine Wünsche und Vorstellungen genau.
    Liebe Grüsse
    Barbara mit Ronja, Dougy und Quotenterrier Klara
    und Alf,Tess und Goetz im Herzen

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Katha_^^
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Vielen Dank ihr Lieben für eure Antworten, sie haben mich eigentlich nur nochmehr bestärkt.
    Als nächstes muss ich es nochmal in Ruhe mit meinem Freund besprechen, im Großen und Ganzen hat er nichts dagegen aber auch er hängt immer sehr an unseren Tieren und deshalb wird es für ihn auch nicht leicht sein, einen Pflegi gehen zu lassen. Und dann ist ja noch sein Sohn, inzwischen 8 Jahre und jedes 2. Wochenende bei uns auch das muss uns dabei bewusst sein.

    Außerdem muss ich jetzt für das neue Jahr noch abwarten, ob ich eine Praktikantenstelle für die ersten 3 Monate bekomme oder zuhause bin. Während meinem Studium bin ich sowieso viel zuhause, außer jetzt halt in Kanada und hätte viel Zeit.

    Könnt ihr mir viell. etwas aus eurem Leben mit den Pflegis erzählen? Wie war das so für euch, wie muss ich mir das vorstellen zeitlich? Wie wenn ich wieder einen Welpen habe?
    In den Tagebüchern wird ja nur die Seite der Hunde dargestellt, was ja auch so sein soll. Aber mich interessiert jetzt mal die der Menschen dahinter 😊

  9. #9
    Momo fehlt! Avatar von momoline
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Kata, wahrscheinlich weißt du es, aber ich erzähle mal............

    Ich bin vor 11 Jahren zu RiN gekommen, habe mich erstmal als Fördermitglied angemeldet!
    Ich wurde ins Forum eingeladen und durfte dort dann erleben, was gelebte Tierschutzarbeit heißt! Schnell wollte ich mehr helfen, als nur Fördermitglied zu sein.
    Ich habe Vor/Nachkontrollen gemacht und bin extrem viele Fahrketten gefahren. Auch bei Abholungen bei sog. "Vermehrern" war ich dabei! Auch habe ich mehrmals
    Hunde aus ihrem alten Zuhause abgeholt, wenn sie dort nicht mehr bleiben konnten/durften! Aber der Highscore war für mich immer, einen Pflegehund aufzunehmen!
    Das wollte ich immer! Damals passte die Wohnsituation nicht, dann machte Holli nicht mit. Er meinte, ich könnte keinen der Hunde wieder abgeben. Doch, genau das war für mich das Ziel,
    den Hund zu begleiten/pflegen/päppeln bis er in sein neues endgültiges Zuhause umziehen darf!
    Ich habe viele Facetten unterschiedlichster Hunde kennengelernt. Ängstliche, verstörte, aggressive, runtergekommene, vernachlässigte, fette. Total ausgelaugte Zuchthündinnen,
    Abgabehunde aus unterforderten Familien, Scheidungskinder, Hunde aus Animal hording, ach Gott einfach nur schrecklich!
    Nicht jeder Hund passt in jede Familie, darüber solltest du dir bewusst sein.

    Na ja, letztendlich kam es nie zu einem Pflegehund, weil Holli nicht mitgespielt hat.
    RiN habe ich dann verlassen und 2014 kam Lina (ehem. Gina) von RuF zu uns! Allerdings engagiere ich mich jetzt nicht mehr!
    Liebe Grüße aus Nordhessen


    Senden Andrea mit
    Frau Lina Glitzerfuß + Prinzessin Nele
    + Momo fest im Herzen

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Katha, wie gesagt, ich finde es wirklich grandios, dein Vorhaben.....
    Einige haben hier schon viel aus ihrem "Nähstübchen" berichtet und in den TG der div. Vereine/Organisationen - wie du ja auch schon selbst nachgelesen hast - kann man viel über die Hundis erlesen. Du hast noch sooooo viel vor, wie du selbst berichtest.
    Außerdem muss ich jetzt für das neue Jahr noch abwarten, ob ich eine Praktikantenstelle für die ersten 3 Monate bekomme oder zuhause bin. Während meinem Studium bin ich sowieso viel zuhause, außer jetzt halt in Kanada und hätte viel Zeit.
    Meine Empfehlung ist nach wie vor, fange klein an, lerne doch einfach als erstes die Hunde auf Fahrketten kennen und so hast du auch den Einblick über den Umgang der Menschen untereinander.
    Du schreibst jetzt schon von
    Wie wenn ich wieder einen Welpen habe?
    Das ist doch alles Zukunftsmusik, mach doch einen Schritt vor den anderen.... Dann wird man gut, mit dem was man macht....
    Das alles bitte nur als eine Empfehlung von mir ansehen.
    Liebe Grüße

    Edeltrud und die Fellnasen

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Es kommt auf den Pflegie an wie zeitintensiv die Pflegezeit wird.
    Mal kann der Pflegie einfach so mit Deinem Hund mitlaufen, mal braucht er viel Zeit, Einzelspaziergänge, Einzeltrainings z.B.

    Ich habe die unterschiedlichsten Hunde begleitet.
    Aber die mit Abstand entspannteste Pflegezeit war, als das gelbe Labbi-Pärchen von sans-frontiere , Tommy und Belle, bei uns waren. Es war ,als wenn die beiden von Welpenalter an bei uns gewesen wären. Es war kein Problem mit den 5 gelben allein Spazieren zu gehen,die beiden mussten nur auf französisch angesprochen werden.
    Die längste Pflegezeit hatten wir mit Popeye, dem 60kg-Labbi, der kaum laufen konnte und die ersten Wochen nicht spazierengehen durfte, zudem noch fast blind und taub war. Eigentlich kam Popeye zu uns, um tierärztlich untersucht zu werden, um zu schauen, ob er durch das jahrelange Übergewicht und keine Bewegung schwere Organschäden davongetragen hat. Wenn das der Fall gewesen wäre, hätte er in aller Würde gehen dürfen. Aber nein, der Bursche organisch kerngesund, nur zu fett und die Gelenke geschädigt. Er hatte auch immer wieder Bewerbungen .... Nach 10 Monaten dann die eine Bewerbung von Menschen, die Popeye so lieben wie er ist.
    Dann einmal eine kleine braune Labbi-Hündin (lt.Besitzern und Einschätzung vom Verein).Ich habe sie selbst bei den Besitzern abgeholt, sie sollte nur 2 Nächte bei uns bleiben und dann in ihre PS ziehen. Am Tag der Abholung habe ich schon beim Verein gefragt, seit wann wir denn wieder Anlage-Mixe aufnehmen. Der Pit war unübersehbar, leider auch nach 24 Stunden im Verhalten nicht mehr wegzureden.....Aus 2 Nächten wurden dann also Wochen mit viel,viel Training. Alf und Ronja wurden akzeptiert, alle anderen Hunde angegriffen. Die letzte Woche bis zur Vermittlung war sie dann bei unserem Hundetrainer in Pension, sie lebt immer noch in Hagen, ist nur leider mittlerweile trotz OP völlig erblindet.
    Manchmal geht die Pflegezeit aber auch an die eigene Substanz und die der eigenen Hunde. Da muss man wirklich starke Nerven haben und eine Grenze ziehen.
    Für mich ist die Grenze erreicht, wenn der Pflegehund von uns nicht mehr trainierbar ist, der Stresspegel bei den vorhandenen Hunden nicht mehr runtergeht und sich alles immer hochschaukelt, Beissereien an der Tagesordnung sind oder der Pflegehund uns Menschen angeht.
    Aber auch da hat jeder eine eigene Grenze. Jeder hat sein eigenes Level.
    Liebe Grüsse
    Barbara mit Ronja, Dougy und Quotenterrier Klara
    und Alf,Tess und Goetz im Herzen

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Katha_^^
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Hallo ihr Lieben, tut mir leid, dass ich jetzt erst zum antworten kommen, aber hier war so viel los die letzte Zeit.

    Unsere Entscheidung sieht wie folgt aus:
    1. Melde ich mich beim Verein und biete weiterhin an als Fahrkatten Unterstützung einsatzbereit zu sein.
    2. Das ich erstmal so versuchen möchte etwas mehr Tierschutzluft zu schnuppern, ob ich mich in der Lage fühle, dass hinzubekommen..
    3. Werde ich offen über meine evtl. Praktikum im neuen Jahr sprechen, und dass wir bereit wären einen Hund zu pflegen, der in diese Umstände passen würde...

    Was wie ich weiß natürlich schwierig ist, deshalb auch erstmal nur mit ? und Absprache des Vereins, denn, es macht ja keinen Sinn zu sagen, man wird Pflegestelle und hat eig. keine Zeit.

    Soweit der aktuelle Stand also alles noch offen und alles nur in Absrpache mit dem Verein.

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Cujo
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Ich finde, du machst das genau richtig!

    Cujo, Hexe, Susi, Sherry und Struppi für immer im Herzen

    Egal, wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu
    haben, macht dich reich. (Louis Sabin)


  14. #14
    Kampflabi-Mix-Bespaßerin
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Pflegestelle sein und sich im TS engagieren ist sicher toll. Ich betrachte das Ganze mal aus Hundesicht. Da kommt also so ein armes Wesen in eine Familie, lernt Liebe kennen, baut Vertrauen auf...und wird dann früher oder später weitergereicht. Der Hund versteht doch die Welt nicht mehr. Wenn er schon monatelang auf einer Pflegestelle sitzt, ist das sicher für ihn nicht gut, auch wenn er dann ganz toll vermittelt wird. Doch das weiß der Hund ja nicht. Und wenn es dann ganz blöd läuft, so wir bei Sanne und Zaza damals, dann ist mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Ich finde also Pflegestellen nicht so gut. Und übrigens...ich könnte keinen Pflegehund abgeben.
    Liebe Grüße
    Jutta


    Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht. (Claude Chabrol)



  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Ich habe ja nun wirklich schon viele Pflegehunde begleitet und vor allen Dingen auch kennengelernt.
    Auch wenn ich nun viele Hundebesitzer enttäusche: Hunde denken nicht so wie wir.
    Hunde leben doch mehr im Hier und Jetzt und denken lange nicht so kompliziert wie wir Menschen und sie sind in der beneidenswerten Lage, neue Situationen schneller zu akzeptieren.

    Selbst ältere/alte Hunde, die von Welpenalter in ihren Familien sind und dann , warum auch immer, abgegeben werden, finden sich recht schnell in ihrer Pflegefamilie und dann auch Adoptivfamilie zurecht und bauen auch recht schnell eine Bindung auf.
    Da nehme ich als Beispiel Popeye: 7 Jahre alt, fast blind,fast taub.Sein Frauchen verstirbt und der Sohn gibt die beiden alten Hunde,die er nicht verkaufen kann,ins TH. Popeye sollte dort noch am Abgabetag eingschläfert werden, keine Chance auf Vermittlung (da stimme ich sogar zu). Er kam zu uns, mit deformierten Gelenken und schlappen 60 kg. Nach 10 Monaten, knapp 20 kg leichter und um einige Bewerbungserfahrungen reicher, dann endlich die eine Bewerbung. Und Popeye ist ein glücklicher und zufriedener Hund in seiner Familie. Wir haben ihn letztes Jahr besucht, er hat sich wie Bolle gefreut, aber er hat keine Anstalten gemacht,mit uns zu kommen als wir nach Hause gefahren sind.

    Ich sehe es durchweg positiv. Denn die Pflegehunde sind besser eingeschätzt als TH-Hunde, von denen man nur berichten kann, wie sie sich im TH und den Tierpflegern gegenüber verhalten.
    Vor allen Dingen ist eine Vermittlung über eine PS in meinen Augen allen Beteiligten gegenüber fairer. Ich gebe einen Pflegehund nur ab, wenn ich sehe , daß der Pflegehund die neuen Menschen mag. Würde der Pflegehund die Bewerber nicht anschauen oder würden die sich überwiegend mit meinen Hunden beschäftigen , bleibt der Pflegie bei mir.
    Liebe Grüsse
    Barbara mit Ronja, Dougy und Quotenterrier Klara
    und Alf,Tess und Goetz im Herzen

  16. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von Luise2
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Tja, man darf nicht vergessen, auch Hunde haben unterschiedliche Charaktere und mit der Aussage, sie leben im Hier und jetzt, ich denke, damit reduzieren wir unsere Hunde.
    Wieso lassen viele dieser Hunde sich oftmals so von ihrer desolaten Vergangenheit prägen und können diese nicht einfach abschütteln?
    Auslandhunde haben oftmals das Problem als "Sofahund" sich zurecht zu finden und ziehen immer wieder ihr "vergangenes" Freiheitsleben" vor. Einige ehemalige Zuchthunde können niemals wirklich das Familienleben genießen.

    Der größte Teile meiner Second-Hand-Hunde waren/sind immer von ihrer Vergangenheit beeinflusst, selbst heute noch reagieren sie in Situationen negativ, obwohl sie ein vollkommen anderen Leben führen im "HIER". Einige andere Hunde waren, vom ersten Tag einfach da und haben alles vergangene abgeschüttelt und sind NEU angefangen, mit dem HIER.

    Natürlich ist der Hund Instinkt gelenkt und folgt seiner Person aber ich bin der Meinung, dass er seine Vergangenheit nicht vergisst und auch ebenso vorausplanend ist, denn wenn er etwas Gutes tut, bekommt er etwas dafür.
    Es gibt z. B. ausgesetzte Hunde, die finden ihr ZUHAUSE wieder, das nenne ich z. B. zukunftsplanend, denn dieser Hund findet sich nicht mit dem Hier und Jetzt ab, er nimmt etwas in Angriff und ist somit planend.

    Was bleibt aber dem Hund übrig, der sich im Tsch-Karussell befindet und von Pflegestelle zur Pflegestelle geschaufelt wird?
    Der Hund gibt an sind immer sein Bestes, er weiß ja nicht, dass diese PS nur ein Zwischenstopp ist, und manchmal lässt man ihm auch nicht genügend Zeit und wenn die Aura der Menschen und oder eben die der Hunde in der PS dieser Menschen nicht passen, dann verschließt sich dieser Hund und es passt wirklich nicht und ab, auf die Reise... und so kann mitunter eine Odyssee des Hundes beginnen, der womöglich in 4 Wochen, 4 PS durchleben muss.
    Was bleibt diesem Hund übrig? Fazit: er gehört zu den Schwererziehbaren?
    Ich selbst habe so ein Exemplar gehabt, der aber letztendlich gar nicht so war. Wir haben uns arrangiert, wenn man nichts Genaues von seinem Familienmitglied weiß, bekommt man mitunter eine Sonderpackung von Charakter, darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Und über die Qualität der PSen der virtuellen Vereine, darüber kann man womöglich geteilter Meinung sein. Im TH dagegen - die, die ich kennen gelernt habe, die sind mit Fachkräften ausgestattet und arbeiten "auch" mit PSen zusammen, aber besonders ausgesuchte. Sicher, es wird überall immer ein für und wider geben, keine Frage.

    Ich sehe es durchweg positiv. Denn die Pflegehunde sind besser eingeschätzt als TH-Hunde, von denen man nur berichten kann, wie sie sich im TH und den Tierpflegern gegenüber verhalten.
    Vor allen Dingen ist eine Vermittlung über eine PS in meinen Augen allen Beteiligten gegenüber fairer. Ich gebe einen Pflegehund nur ab, wenn ich sehe , daß der Pflegehund die neuen Menschen mag. Würde der Pflegehund die Bewerber nicht anschauen oder würden die sich überwiegend mit meinen Hunden beschäftigen , bleibt der Pflegie bei mir.
    Vielleicht warst du immer in der glücken Lage, bei dem "richtigen Verein zu pflegen", in dem du auch selbst genügend Mitspracherecht hattest. Aber wenn man im allgemeinen die virtuellen Abläufe verfolgst, wie die Hunde teilweise wechseln, sei es PS oder selbst bei den Endvermittlungen stehen sie schon nach kurzer Zeit wieder erneut auf den Portalen zur Vermittlung.
    Das ist alles nicht mehr fachgerecht, tut mir leid....

    Hunde denken nicht so wie wir.
    Hunde leben doch mehr im Hier und Jetzt und denken lange nicht so kompliziert wie wir Menschen und sie sind in der beneidenswerten Lage, neue Situationen schneller zu akzeptieren
    Na, ja, evtl. denke ich ja nur so kompliziert.... mir tun sie nur einfach leid, wenn ich sehe, dass sie schon wieder reisefertig gemacht werden, aber was bleibt den Geschöpfen anderes übrig, frage ich so herum?
    Wird er Hund auffällig, was dann? Retoure? Oder man hört irgendwann nix mehr von ihm?
    Liebe Grüße

    Edeltrud und die Fellnasen

  17. #17
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Zitat Zitat von Luise2 Beitrag anzeigen
    Tja, man darf nicht vergessen, auch Hunde haben unterschiedliche Charaktere und mit der Aussage, sie leben im Hier und jetzt, ich denke, damit reduzieren wir unsere Hunde.
    Wieso lassen viele dieser Hunde sich oftmals so von ihrer desolaten Vergangenheit prägen und können diese nicht einfach abschütteln?
    Auslandhunde haben oftmals das Problem als "Sofahund" sich zurecht zu finden und ziehen immer wieder ihr "vergangenes" Freiheitsleben" vor. Einige ehemalige Zuchthunde können niemals wirklich das Familienleben genießen.

    Der größte Teile meiner Second-Hand-Hunde waren/sind immer von ihrer Vergangenheit beeinflusst, selbst heute noch reagieren sie in Situationen negativ, obwohl sie ein vollkommen anderen Leben führen im "HIER". Einige andere Hunde waren, vom ersten Tag einfach da und haben alles vergangene abgeschüttelt und sind NEU angefangen, mit dem HIER.

    Natürlich ist der Hund Instinkt gelenkt und folgt seiner Person aber ich bin der Meinung, dass er seine Vergangenheit nicht vergisst und auch ebenso vorausplanend ist, denn wenn er etwas Gutes tut, bekommt er etwas dafür.
    Es gibt z. B. ausgesetzte Hunde, die finden ihr ZUHAUSE wieder, das nenne ich z. B. zukunftsplanend, denn dieser Hund findet sich nicht mit dem Hier und Jetzt ab, er nimmt etwas in Angriff und ist somit planend.

    Was bleibt aber dem Hund übrig, der sich im Tsch-Karussell befindet und von Pflegestelle zur Pflegestelle geschaufelt wird?
    Der Hund gibt an sind immer sein Bestes, er weiß ja nicht, dass diese PS nur ein Zwischenstopp ist, und manchmal lässt man ihm auch nicht genügend Zeit und wenn die Aura der Menschen und oder eben die der Hunde in der PS dieser Menschen nicht passen, dann verschließt sich dieser Hund und es passt wirklich nicht und ab, auf die Reise... und so kann mitunter eine Odyssee des Hundes beginnen, der womöglich in 4 Wochen, 4 PS durchleben muss.
    Was bleibt diesem Hund übrig? Fazit: er gehört zu den Schwererziehbaren?
    Ich selbst habe so ein Exemplar gehabt, der aber letztendlich gar nicht so war. Wir haben uns arrangiert, wenn man nichts Genaues von seinem Familienmitglied weiß, bekommt man mitunter eine Sonderpackung von Charakter, darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Und über die Qualität der PSen der virtuellen Vereine, darüber kann man womöglich geteilter Meinung sein. Im TH dagegen - die, die ich kennen gelernt habe, die sind mit Fachkräften ausgestattet und arbeiten "auch" mit PSen zusammen, aber besonders ausgesuchte. Sicher, es wird überall immer ein für und wider geben, keine Frage.



    Vielleicht warst du immer in der glücken Lage, bei dem "richtigen Verein zu pflegen", in dem du auch selbst genügend Mitspracherecht hattest. Aber wenn man im allgemeinen die virtuellen Abläufe verfolgst, wie die Hunde teilweise wechseln, sei es PS oder selbst bei den Endvermittlungen stehen sie schon nach kurzer Zeit wieder erneut auf den Portalen zur Vermittlung.
    Das ist alles nicht mehr fachgerecht, tut mir leid....


    Na, ja, evtl. denke ich ja nur so kompliziert.... mir tun sie nur einfach leid, wenn ich sehe, dass sie schon wieder reisefertig gemacht werden, aber was bleibt den Geschöpfen anderes übrig, frage ich so herum?
    Wird er Hund auffällig, was dann? Retoure? Oder man hört irgendwann nix mehr von ihm?
    Liebe Grüße
    Jutta


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  18. #18
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Zitat Zitat von Luise2 Beitrag anzeigen
    Tja, man darf nicht vergessen, auch Hunde haben unterschiedliche Charaktere und mit der Aussage, sie leben im Hier und jetzt, ich denke, damit reduzieren wir unsere Hunde.
    Wieso lassen viele dieser Hunde sich oftmals so von ihrer desolaten Vergangenheit prägen und können diese nicht einfach abschütteln?
    Auslandhunde haben oftmals das Problem als "Sofahund" sich zurecht zu finden und ziehen immer wieder ihr "vergangenes" Freiheitsleben" vor. Einige ehemalige Zuchthunde können niemals wirklich das Familienleben genießen.

    Der größte Teile meiner Second-Hand-Hunde waren/sind immer von ihrer Vergangenheit beeinflusst, selbst heute noch reagieren sie in Situationen negativ, obwohl sie ein vollkommen anderen Leben führen im "HIER". Einige andere Hunde waren, vom ersten Tag einfach da und haben alles vergangene abgeschüttelt und sind NEU angefangen, mit dem HIER.

    Natürlich ist der Hund Instinkt gelenkt und folgt seiner Person aber ich bin der Meinung, dass er seine Vergangenheit nicht vergisst und auch ebenso vorausplanend ist, denn wenn er etwas Gutes tut, bekommt er etwas dafür.
    Es gibt z. B. ausgesetzte Hunde, die finden ihr ZUHAUSE wieder, das nenne ich z. B. zukunftsplanend, denn dieser Hund findet sich nicht mit dem Hier und Jetzt ab, er nimmt etwas in Angriff und ist somit planend.

    Was bleibt aber dem Hund übrig, der sich im Tsch-Karussell befindet und von Pflegestelle zur Pflegestelle geschaufelt wird?
    Der Hund gibt an sind immer sein Bestes, er weiß ja nicht, dass diese PS nur ein Zwischenstopp ist, und manchmal lässt man ihm auch nicht genügend Zeit und wenn die Aura der Menschen und oder eben die der Hunde in der PS dieser Menschen nicht passen, dann verschließt sich dieser Hund und es passt wirklich nicht und ab, auf die Reise... und so kann mitunter eine Odyssee des Hundes beginnen, der womöglich in 4 Wochen, 4 PS durchleben muss.
    Was bleibt diesem Hund übrig? Fazit: er gehört zu den Schwererziehbaren?
    Ich selbst habe so ein Exemplar gehabt, der aber letztendlich gar nicht so war. Wir haben uns arrangiert, wenn man nichts Genaues von seinem Familienmitglied weiß, bekommt man mitunter eine Sonderpackung von Charakter, darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Und über die Qualität der PSen der virtuellen Vereine, darüber kann man womöglich geteilter Meinung sein. Im TH dagegen - die, die ich kennen gelernt habe, die sind mit Fachkräften ausgestattet und arbeiten "auch" mit PSen zusammen, aber besonders ausgesuchte. Sicher, es wird überall immer ein für und wider geben, keine Frage.



    Vielleicht warst du immer in der glücken Lage, bei dem "richtigen Verein zu pflegen", in dem du auch selbst genügend Mitspracherecht hattest. Aber wenn man im allgemeinen die virtuellen Abläufe verfolgst, wie die Hunde teilweise wechseln, sei es PS oder selbst bei den Endvermittlungen stehen sie schon nach kurzer Zeit wieder erneut auf den Portalen zur Vermittlung.
    Das ist alles nicht mehr fachgerecht, tut mir leid....


    Na, ja, evtl. denke ich ja nur so kompliziert.... mir tun sie nur einfach leid, wenn ich sehe, dass sie schon wieder reisefertig gemacht werden, aber was bleibt den Geschöpfen anderes übrig, frage ich so herum?
    Wird er Hund auffällig, was dann? Retoure? Oder man hört irgendwann nix mehr von ihm?
    Den Worten von Edeltrud kann ich mich nur anschließen.

    Nicht wenige Pflegefamilien werden von div. Orgas überredet, müssen doch nicht selten Hunde, mit unterschiedlicher Begründung oder falscher Einschätzung der Pflegefamilie, untergebracht werden.
    Auch überschätzt man sich, mit Arbeit, Zeitaufwand und nicht zuletzt auch mit Kosten die Pflege erforderlich macht.
    Mit der Verantwortung, schließlich legt man u.U. den Grundstein für das künftige Leben des Hundes.

    Emotionen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen, sie gehören dazu, Hunde haben nun mal ein besseres Gespür für Gefühle.

    Zitat Zitat von Luise2
    "...und mit der Aussage, sie leben im Hier und jetzt, ich denke, damit reduzieren wir unsere Hunde."
    so sehe ich es auch, wenn ich auf diverse Hunde zurückblicke.
    Kaethe mit AMY Hu und Cailin
    unser Trio, Josch, Bogy u. Leavy unvergessen

    Augen auf beim Welpenkauf.de! - 10 Jahre Retriever-Netzwerk.de






  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?

    Die Aussage mit dem "Hier und Jetzt" ist auf die Aussage von Jutta bezogen, daß die Hunde in eine Pflegefamilie kommen, dort Vertrauen und Bindung aufbauen und dann wieder weitergegeben werden in ihre endgültige Familie.
    Zitat: "Da kommt also so ein armes Wesen in eine Familie, lernt Liebe kennen, baut Vertrauen auf...und wird dann früher oder später weitergereicht. Der Hund versteht doch die Welt nicht mehr. Wenn er schon monatelang auf einer Pflegestelle sitzt, ist das sicher für ihn nicht gut, auch wenn er dann ganz toll vermittelt wird."

    Wenn die Hunde ihre Vergangenheit abschütteln könnten, gäbe es nicht so viele Hunde mit Ängsten und Problemen.( Klara wird sich wahrscheinlich bis zu ihrem Lebensende ganz klein machen, wenn sie eine laute,schimpfende, tiefe Männerstimme hört.)
    Ich will Hunde hier bestimmt nicht reduzieren,dazu habe ich viel zuviel Respekt vor ihnen.
    Liebe Grüsse
    Barbara mit Ronja, Dougy und Quotenterrier Klara
    und Alf,Tess und Goetz im Herzen

  20. #20
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    Standard AW: Pflegestelle werden?!?


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    Also von meiner Seite passt es im Moment nicht bei uns, was nicht heißt, dass wir es vielleicht nicht später nochmal durchdenken.
    Aber ich habe gestern ein Praktikum begonnen für meinen Lebenslauf.
    Ich arbeite dort 8,5h täglich + 1h Fahrzeit. Balu ist damit von Montag bis Donnerstag lange genug alleine.. zwar kommt mein Freund um halb 2 mittags heim aber trotzdem..
    Ich will meinem Hund erstmal gerecht werden, da kann ich nicht noch einem Pflegi gerecht werden, jedenfalls nicht zum derzeitigen Zeitpunkt.
    Was natürlich nicht heißt, dass ich mich nicht weiter im Tierschutz engagieren möchte.

    Ich bin da ganz bei euch, ein Pflegi braucht sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit gerade am Anfang und wenn ich irgendwann mal pflege, sollen diese Hunde auf keinen Fall zum Wanderpokal werden, nur weil sie anders oder schwierig sind..


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